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Erweiterung Biosphärenreservat Vessertal 18.06.2012 


Erweiterung Biosphärenreservat Vessertal

Um den Status als UNESCO-Biosphärenreservat anerkannt zu behalten, sehen die 2006 aktualisierten Kriterien des MAB-Nationalkomitees vor, die bisherige Größe von 17.081 ha auf mindestens 30.000 ha zu erweitern. Hierzu wurde ein lang angelegter Moderationsprozess im Gebiet des Reservates und der möglichen Erweiterungsgebiete eingerichtet, welcher zu bisher 11 Foren "Zukunft Vessertal - Thüringer Wald" mit der Beteiligung von betroffenen Vertretern von Kommunen, Vereine und Verbänden geführt hat.

Das konkrete Ziel besteht nunmehr darin, die Fläche des Reservates auf 34.500 ha auszuweiten mit einer Untersetzung durch Kern-, Pflege- und Entwicklungszonen.

Im Ergebnis der 11 Foren soll eine Empfehlung an die Landesregierung gefertigt und der Antrag an die UNESCO zur Erweiterung des Reservates gestellt werden. Hierzu sind zustimmende Beschlüsse der Stadt- und Gemeinderäte der betroffenen Kommunen und der Kreistage, u. a. des Ilm-Kreises, notwendig.
Zur Fertigstellung des Entwurfes einer Verordnung über das Biosphärenreservat mit dem nunmehr neu vorgeschlagenen Namen "Biosphärenreservat Mittlerer Thüringer Wald" hat das Landratsamt eine abschließende zusammengefasste Stellungnahme abgegeben, in welcher nochmals angemahnt wird, dass neben den umfänglich behandelten ökologischen Belangen auch die ökonomischen und sozialen Belange entsprechende Berücksichtigung finden müssen.

So wurde u. a. auf die vielen in und außerhalb der Ortschaften befindlichen baulichen Brachen eingegangen und auf Entwicklungsaussichten für Unternehmen, bauliche Einzelstandorte, den Tourismus und das gemeindliche Bauplanungsrecht hingewiesen. Der gegenwärtige Verordnungsentwurf hemmt die Entwicklungsmöglichkeiten der Kommunen im baulichen und wirtschaftlichen Bereich erheblich und wird deshalb durch die Kreisverwaltung in dieser Form abgelehnt.

Wenn der endgültige Entwurf der Verordnung, die Empfehlung an die Landesregierung und der Antragstext an die UNESCO fertig gestellt ist, wird dieser in den Fachausschüssen und Gremien der Städte, Gemeinden und im Kreis diskutiert und danach den politischen Gremien, den Stadt- und Gemeinderäten und dem Kreistag des Ilm-Kreises zur Beschlussfassung vorgelegt. Erst dann können die formellen Verfahren zur Ausweisung der Änderungen der Reservatsgrenzen und -inhalte eingeleitet werden.

Zobel
Beigeordneter

 

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