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Sozialhilfe nach dem Zwölften Buch Sozialgesetzbuch (SGB XII)

Die Würde des Menschen ist unantastbar, Deutschland ist ein sozialer Staat. (Artikel 1 und 20 Grundgesetz) Um diesem Grundsatz gerecht zu werden, gibt es die Leistungen der Sozialhilfe. Diese wird für verschiedene Lebenssituationen gewährt.

a) Hilfe zum Lebensunterhalt nach dem 3. Kapitel SGB XII erhält, wer seinen Lebensunterhalt nicht aus eigenen Kräften und Mitteln bestreiten kann, das 65. Lebensjahr noch nicht vollendet hat, nicht dauernd erwerbsunfähig ist, aber aus gesundheitlichen Gründen höchstens drei Stunden täglich arbeiten kann.

b) Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsunfähigkeit nach dem 4. Kapitel SGB XII erhält, wer das 65. Lebensjahr vollendet hat oder dauernd erwerbsunfähig im Sinne der gesetzlichen Rentenversicherung ist.

c) Hilfen zur Gesundheit nach dem 5. Kapitel SGB XII erhält im Wesentlichen, wer nicht krankenversichert ist. Dabei werden durch das Sozialamt die gleichen Leistungen erbracht, wie durch die gesetzliche Krankenversicherung.

d) Eingliederungshilfe nach dem 6. Kapitel SGB XII erhalten Behinderte für Maßnahmen, die dem Führen eines möglichst normalen Lebens dienen. Hierunter zählen Leistungen wie die Frühförderung von Kindern, betreutes Wohnen, Besuch einer Werkstatt für behinderte Menschen, der Besuch eines Wohnheims und viele andere.

e) Hilfe zur Pflege nach dem 7. Kapitel SGB XII erhält, wer entweder nicht pflegeversichert ist oder die notwendigen Kosten, die im Zusammenhang mit der Pflege entstehen, nicht aus eigenen Mitteln aufbringen kann, sowohl zuhause als auch in einem Heim.

f) Hilfe zur Überwindung besonderer sozialer Schwierigkeiten nach dem 8. Kapitel SGB XII gibt es für Menschen, die sich in außergewöhnlichen Notsituationen befinden, wie dies zum Beispiel bei Obdachlosigkeit oder nach Freiheitsentzug der Fall ist.

g) Sonstige Hilfen nach dem 9. Kapitel SGB XII können in weiteren Notlagen gewährt werden. Hierzu zählt in erster Linie die Übernahme von Bestattungskosten, sofern die Bestattungspflichtigen hierzu wirtschaftlich nicht in der Lage sind.


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