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Übergabe des Solarhausmodells für Schüler 02.05.2012 


Übergabe des Solarhausmodells für Schüler

Im Auftrag des Landratsamtes des Ilm-Kreises entwickelte der Verein Solar-Dorf Kettmannshausen e. V. den Prototyp eines Solarmodellhauses für die Energiewende. Es soll zunächst unterrichtsbegleitend insbesondere in den Fächern Mathematik, Deutsch, Heimat- und Sachkunde, Werken und Kunsterziehung in Grundschulen des Ilm-Kreises eingesetzt werden.

Das Solarhausmodell, von dem bis Ende Juni 2012 16 Exemplare zu fertigen sind, soll laut Prof. Dr. Berthold Bley, Vorstandsvorsitzender vom Solar-Dorf Kettmannshausen e. V., ein Dreiplusenergiehaus repräsentieren. Das erste Plus steht für eine CO2-freie Energieerzeugung und -Versorgung im Haus. Das zweite Plus ist erreicht, sobald das Haus mehr Energie erzeugt als es verbraucht. Das dritte Plus bedeutet, dass die Hausbewohner ein steigendes Einkommen mit der Energieproduktion bei gut gedämmten Häusern erreichen.

Das Kernstück des Solarhausmodells, das ein reales Haus im Maßstab 1 : 25 abbildet, ist die solare Stromerzeugung mit Hilfe einer Photovoltaikanlage und die Möglichkeit zur hausinternen Elektroenergiespeicherung. Der so erzeugte Strom wird für den Eigenverbrauch im Haus, für die individuelle Elektromobilität und für Elektroenergieverbraucher außerhalb des Hauses verwandt.

Mit dem Solarhausmodell wird gezeigt, dass es zunehmend möglich wird, auch die benötigte Elektroenergie der privaten Haushalte am Ort ihres Verbrauchs zu erzeugen. Energetisch vernetzte Dreiplusenergiehäuser werden die noch weiter auszubauenden dezentralen Energienetze prägen. Auch Thüringen und der Ilm-Kreis verfügen hierzu über die entsprechenden Potenziale. Im Durchschnitt entfallen auf jeden Thüringer Einwohner fast 90 m² Dachfläche. Würden nur auf einem Drittel dieser Flächen Photovoltaikanlagen installiert werden, könnte damit der jährliche Stromverbrauch der Thüringer Haushalte gedeckt werden.

Mit Unterstützung des Landratsamtes des Ilm-Kreises wird z. Z. der Einsatz von über 60 Solarmodellen in den Grundschulen des Ilm-Kreises im Verlaufe des Schuljahres 2012 / 2013 vorbereitet. Außer der Entwicklung von weiteren Modellen bis Ende 2012 sind in den nächsten Monaten die Voraussetzungen für ein bildungsökonomisches Modellausleihsystem zu schaffen. - Die bisher entwickelten Modelle finden auch ein zunehmendes deutschlandweites Interesse. So liegen Einladungen zur Demonstration der Solarmodelle u. a. zur Woche der Sonne im Juni im Berliner Schloss Bellevue und vom IdeenPark 2012 im August von ThyssenKrupp in Essen vor.

Mit den im Ilm-Kreis entwickelten Solarhausmodellen werden  neue Ansätze zur frühzeitigen und systematischen Förderung der naturwissenschaftlichen und technischen Interessen unserer Kinder unterrichtsbegleitend umgesetzt. Damit soll ein nachhaltiger Beitrag zur Sicherung unseres beruflichen Nachwuchses geleistet werden.

V. i. S. d. P. Manuel Löffelholz, Pressesprecher

 

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