Für mehr Effizienz und Sicherheit im Rettungsdienst - Eröffnung der neuen digitalen Leitstelle verbindet Ilm-Kreis und Wartburgkreis
Mit der Inbetriebnahme der virtuellen Zentralen Leitstelle Westthüringen gehen Ilm-Kreis und Wartburgkreis einen zukunftsweisenden Schritt in der Notfallversorgung. Dank modernster Technik, zentraler Koordination und enger Zusammenarbeit entsteht ein leistungsstarker Leitstellenverbund, der die Einsatzkräfte schneller, effizienter und sicherer zum Ziel bringt – im Dienst der Bürgerinnen und Bürger beider Regionen.
„Diese innovative Einrichtung markiert einen bedeutenden Schritt in der Verbesserung der Notfallversorgung in der Region und sorgt für eine effizientere Koordinierung aller Hilfs- und Rettungsorganisationen beider Kreise. Mit der neuen gemeinsamen digitalen Leitstelle setzen wir besondere Maßstäbe für eine innovative und bürgernahe Versorgung. Die virtuelle Leitstelle entwickelt eine Strahlkraft für ganz Thüringen, denn sie bietet viele Vorteile. Statt eines kostenintensiven gemeinsamen Neubaus auf der grünen Wiese kann unter dem Dach des Zweckverbandes an den bisherigen Standorten in Arnstadt und Eisenach ein einheitlich organisierter Leitstellenbetrieb aufgebaut werden, der die Vorteile bzw. Synergien einer großen Organisation nutzen kann“, betonte Landrätin Petra Enders, die auch als Verbandsvorsitzende des Zweckverbandes Zentrale Leitstelle Westthüringen fungiert, der die Koordination des Leitstellenbetriebes übernimmt, am 22. Juli 2025 im Rahmen einer digitalen gemeinsamen Freischaltung.
Damit sind Ilm-Kreis und Wartburgkreis nicht mehr Aufgabenträger der Zentralen Leitstellen, sondern der Leitstellenverbund. Die Geschäftsführung des Zweckverbandes und Leitstellenleitung übernimmt Tobias Mötzing aus dem Wartburgkreis, stellvertretender Geschäftsstellenleiter und Leitstellenleiter ist Maik Hendrich, der bisher im Amt für Brand- und Katastrophenschutz des Ilm-Kreises tätig war.
Die neue digitale Leitstelle, die im Rahmen eines gemeinschaftlichen Projekts errichtet wird, ermöglicht eine zentrale Koordination aller Einsätze in Echtzeit. Die Betriebsaufnahme unter dem Dach des Zweckverbandes stellt dafür einen wichtigen ersten Schritt dar. Durch den Einsatz modernster IT-Technologien und digitaler Kommunikationsmittel sollen Einsätze künftig noch schneller und präziser gesteuert werden. Dies führt zu kürzeren Reaktionszeiten, einer verbesserten Ressourcenplanung und einer erhöhten Sicherheit für die Bevölkerung.
„Die digitale Verknüpfung der Rettungsleitstellen im Wartburgkreis und im Ilm-Kreis ermöglicht eine nahtlose Kommunikation zwischen allen Einsatzkräften. Dadurch können wir im Ernstfall noch schneller handeln und die Versorgung unserer Bürgerinnen und Bürger optimal sicherstellen“, erklärt Landrat Dr. Michael Brodführer.
Für die Bürgerinnen und Bürger ändert sich nichts, die bisherigen Notrufnummern sind auch weiterhin aktiv. Perspektivisch laufen aktuell die Planungen, um die Infrastruktur anzupassen, verbunden mit der Ertüchtigung der Technik, um ab 1.1.2027 nicht nur organisatorisch, sondern auch technisch unter einer Leitstelle in einem gemeinsamen System zu fungieren.
Die Investition in die digitale Leitstelle ist ein wichtiger Baustein in der kontinuierlichen Weiterentwicklung des Gesundheits- und Notfalldienstes in der Region. Neben einer verbesserten Einsatzkoordination bietet die Technologie auch die Möglichkeit, zukünftige Erweiterungen und Innovationen im Bereich der Notfallmedizin umzusetzen.
Landrätin Petra Enders, Tobias Mötzing, Geschäftsstellenleiter und Leitstellenleiter, Udo Schilling, Hauptamtlicher Kreisbeigeordneter Wartburgkreis, Maik Hendrich, stellvertretender Geschäftsstellenleiter und Leitstellenleiter und Kay Tischer, Hauptamtlicher Beigeordneter Ilm-Kreis (v. l. n. r.).
V. i. S. d. P. Anke Roeder-Eckert, Büro Landrätin