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Aktuelles

Neue Datenschutzrichtlinien auch im Kinder- und jugendärztlichen Dienst  

Sehr geehrte Eltern,

Ihre Kinder haben ein Recht auf ärztliche Vorsorgeuntersuchungen durch den Kinder- und jugendärztlichen Dienst. Diese ersetzen nicht die Vorsorgeuntersuchungen bei Ihrem Kinder- oder Hausarzt. Der zeitliche Rahmen umfasst die Zeit in der Kindertagesstätte ca. 2 Jahre vor der Einschulung, die Einschulungsuntersuchung und eine Untersuchung in der 4. und 8. Klassenstufe.

Die Vorsorgeuntersuchungen erfolgen mit dem Ziel, gesundheitliche Beeinträchtigungen oder Entwicklungsstörungen frühzeitig zu erkennen, Förderungen einzuleiten und fachärztliche Abklärungen zu empfehlen.

Neben der Überprüfung des Impfstatus führen wir einen Seh- und Hörtest durch, überprüfen die Grob- und Feinmotorik, die Sprache und Kognition Ihres Kindes. Es findet eine ärztliche Untersuchung statt.

Bei klinischen Auffälligkeiten empfehlen wir die Abklärung beim Kinder- der Facharzt und informieren Sie über entsprechende notwendige Förderungen.

Die erhobenen Daten werden mit Ihrem Einverständnis im Gesundheitsamt 10 Jahre nach der letzten Untersuchung aufbewahrt. Für statistische Auswertungen erfolgen Übermittlungen in anonymisierter Form an das zuständige Thüringer Landesverwaltungsamt und das mit diesem zusammenarbeitende Thüringer Landesamt für Statistik.

Gleichzeitig möchten wir für Sie und die Kindereinrichtungen bzw. Schulen der Ansprechpartner sein bei gesundheitlichen Fragen, Entwicklungsstörungen und Problemen zwischen Kindereinrichtung/Schulen und Eltern. Ihre behandelnden Ärzte beziehen wir in Absprache mit Ihnen in unsere Entscheidungen mit ein.

Sie können bei jeder Untersuchung anwesend sein. Wir möchten gemeinsam mit Ihnen und den entsprechenden Einrichtungen für eine gesunde und unbeschwerte Kindheit Ihrer Kinder sorgen.

Bitte sprechen Sie uns bei Fragen an. Wir unterstützen Sie gern.

Ihr Kinder- und jugendärztlicher Dienst des Gesundheitsamtes im Ilm-Kreis

Hitzeaktionsplan für den Ilm-Kreis

Handlungsempfehlungen für die Erstellung von Hitzeaktionsplänen zum Schutz der menschlichen Gesundheit bei Hitzeperioden

Die durch den Klimawandel verursachte globale Erwärmung hat in vielen Regionen der Welt, so auch in Deutschland, eine vermehrte Häufigkeit und Dauer von Hitzeereignissen zur Folge. Hitze kann den menschlichen Organismus gesundheitlich stark belasten und auch für das Gesundheitswesen können Hitzeperioden ein Problem darstellen. Abhilfe können hier - neben Klimaschutzmaßnahmen - gemeinsame Anstrengungen zur Prävention von Hitzeauswirkungen auf die Bevölkerung schaffen. Dabei sind Aktionspläne geeignet, um zum einen die gesundheitlichen Folgen des Klimawandels, insbesondere von extremer Hitze, effizient zu kommunizieren und zum anderen ein an die Situation angepasstes Risikoverhalten zu erreichen und präventive Handlungsmöglichkeiten zu etablieren.

Dazu hat die WHO Kernelelemente und Zeithorizonte erarbeitet, u.a. hinsichtlich der Nutzung von Hitzewarnsystemen oder der langfristigen Stadtplanung.

Bezüglich spezieller Maßnahmen während akuter Hitzeperioden gilt die besondere Fürsorge den Risikogruppen, wie:

  • Säuglinge und Kleinkinder
  • Isoliert lebende Menschen
  • Ältere Menschen
  • Pflegebedürftige Menschen
  • Übergewichtige Menschen
  • Menschen mit chronischen Erkrankungen einschließlich Demenzkranken
  • Akut fieberhaft Erkrankte

Als Maßnahmen werden empfohlen:

  1. In den eigenen Vier Wänden Prüfen Sie Ihre Wohnung auf mögliche Maßnahmen gegen Hitzebildung (z. B. Aufkleben von Sonnenschutzfolien auf Fenster) und klären Sie dies wenn nötig mit dem Vermieter. Außenliegende Beschattung an den Fenstern, etwa Rollläden, schützen wirksamer vor Hitze als innenliegende (z. B. Vorhänge). Lüften Sie nur frühmorgens und nachts. Tagsüber sollten Fenster, Jalousien und Vorhänge geschlossen bleiben. Verwenden Sie zur Kühlung einen Ventilator. Hängen Sie nasse Tücher auf. Wenn das Wasser verdunstet, wird die Luft gekühlt. Eingeschaltete Elektrogeräte geben ebenso Wärme ab wie manche Beleuchtungskörper – nach Gebrauch also am besten ausschalten!
  2. Die richtige Kleidung Tragen Sie weite, leichte und atmungsaktive Kleidung. Sie ermöglicht, dass die Luft am Körper zirkuliert. Helle Kleidung reflektiert das Sonnenlicht. Der Körperheizt sich so weniger auf als mit dunkler Kleidung. Sorgen Sie dafür, dass sich die Luft um Sie herumbewegt. Verwenden Sie einen Fächer. Schützen Sie im Freien vor allem den Kopf durch Sonnencreme, Sonnenbrille und eine Kopfbedeckung, denn das Gehirn ist durch Überhitzung besonders gefährdet.

  3. Essen und Trinken bei Hitze Das Durstgefühl setzt erst ein, wenn bereits viel Flüssigkeit verloren wurde. Daher: stündlich ein Glas Wasser trinken – auch wenn man keinen Durst hat. Empfohlene Getränke bei Hitze: Leitungswasser, Mineralwasser, gekühlter Kräutertee, Tee mit Minzeund Zitrone. Wichtig: nicht eiskalt trinken! Meiden Sie Kaffee, stark gezuckerte und alkoholische Getränke (auch Bier!), denn sie entziehen dem Körper Flüssigkeit. Nehmen Sie leichtes, frisches und kühles Essen zu sich. Essen Sie mehrere kleine Mahlzeiten mit möglichst hohem Wassergehalt, z. B. Obst, Gemüse und Salat. Führen Sie dem Körper Mineralstoffe zu, denn diese verliert der Körper beim Schwitzen. Eiweißreiche Nahrungsmittel (z. B. Fleisch) meiden. Sie erhöhen die Körperwärme.
  4. Sich schonen und auf die Gesundheit achten Vermeiden Sie körperliche Aktivität besonderswährend der heißesten Tageszeit (etwa 11 bis 18 Uhr) und bei hohen Ozonbelastungen. Verlegen Sie Einkäufe oder Sport in die kühleren Morgen- und Abendstunden. Achten Sie darauf, dass Sie selbst und andere sich bei Hitze nicht zu lange in parkenden Autos aufhalten. Verschiedene Medikamente können bei Hitze Probleme verursachen. Wer regelmäßig Medikamente einnimmt, sollte frühzeitig mit dem Arzt darüber sprechen. Bestimmte Medikamente verlieren in warmer Umgebung ihre Wirksamkeit. Deshalb gilt: kühl lagern!
  5. Füreinander sorgen - besonders bei Hitze Achten Sie auf Ihre Nachbarn, Freundinnen, Freunde und Familienangehörigen – insbesondere, wenn diese zu einer der besonders gefährdeten Gruppen zählen und alleineleben. Die folgenden Tipps können dabei helfen, Schäden für die Gesundheit zu verhindern. Sprechen Sie mit gefährdeten Personen über Verhaltensweisen zum Gesundheitsschutz bei Hitze. Organisieren Sie tägliche Telefonate oder Besuche. Klären Sie Betreuungsmöglichkeiten durch Hilfsdienste während sommerlicher Hitzewellen. Stellen Sie die Versorgung mit Lebensmitteln und Getränken sicher (z. B. durch eine Einkaufshilfe). Platzieren Sie eine gut lesbare Telefonliste mit Ansprechpersonen und Ärzten in der Nähe des Telefons der gefährdeten Person.

Erkrankungen bei Hitze - Erste Hilfe leisten

Hitze kann schwerwiegende Gesundheitsschäden hervorrufen, die bis zu einem tödlichen Hitzschlag führen können. Um gesundheitliche Beeinträchtigungen zu vermeiden, ist rasches Handeln erforderlich. Wenn die folgenden Symptome auftreten, rufen Sie unverzüglich den Notruf an (112):

  • wiederholtes, heftiges Erbrechen,     
  • heftige Kopfschmerzen,
  • plötzliche Verwirrtheit,
  • Bewusstseinstrübung,
  • Bewusstlosigkeit,
  • sehr hohe Körpertemperatur (über 39 Grad Celsius)  
  • Kreislaufschock,
  • Krampfanfall

Bis zum Eintreffen der Rettung können folgende Maßnahmen hilfreich sein:

  •  Wenn die Person nicht atmet, sollte ein erfahrener Ersthelfer Mund ‐ zu - Mund - Beatmung???? und Herzmassage einleiten.
  • Atmet die Person, ist jedoch bewusstlos, so bringen Sie sie in die stabile Seitenlage, um eine freie Atmung sicherzustellen.
  • Bringen Sie die Person an einen kühlen, schattigen Ort und legen Sie ihr kühle, feuchte Tücher auf Stirn, Nacken, Arme und Beine.
  • Fächern Sie der Person energisch Luft zu, bis der Rettungsdienst eintrifft.

Information zu Scabies ( Krätze)

Auch vergessen geglaubte Erkrankungen gibt es noch!

Die Krätze, medizinisch als Scabies bezeichnet ist eine durch die Krätzemilbe verursachte ansteckende Haut-krankheit des Menschen.

Die Erkrankung stellt gesundheitlich kein großes Problem dar, ist aber lästig und sehr unangenehm.

Verursacht wird sie durch winzige (0,3-0,5 mm) kaum sichtbare Krätzemilben, die sich in die obere Hautschicht des Menschen eingraben. Sie leben dort 4-6 Wochen und legen in dieser Zeit mehrere Eier und auch Kot in die Hautgänge. Dies verursacht nach einiger Zeit Hautreaktionen und vor allem Juckreiz.

Krätzemilben verbreiten sich von Mensch zu Mensch vor allem bei länger dauerndem Hautkontakt, z. B. beim gemeinsamen Spielen, Kuscheln, Schlafen im gemeinsamen Bett oder bei der Körperpflege.

Die Übertragung durch Wäsche, Decken, Spielzeug, Polster oder Kleidung ist in der Regel selten, aber nicht unmöglich.

An Symptomen sind ein Brennen der Haut und Juckreiz, vor allem bei Bettwärme zu nennen. Hauptsächlich befallene Hautareale sind die Zwischenräume von Fingern und Zehen, Handgelenke, Knöchel, Achseln, Ellenbogen und Brustwarzen und die Genitalregion, aber der Befall aller Hautstellen ist möglich.

Die Krätze kommt weltweit vor und betrifft Menschen jeden Alters. In Mitteleuropa sind vor allem Kinder, pflegebedürftige Senioren und Menschen mit einer geschwächten Immunabwehr betroffen.

Treten oben genannte Krankheitszeichen auf sollten Sie umgehend einen Arzt, am besten einen Hautarzt konsultieren.

Für die Behandlung stehen wirksame Medikamente zur Verfügung, sie werden in der Regel als Cremes, Sprays oder Salben auf die Haut aufgetragen, in bestimmten Fällen ist auch eine Tablettenbehandlung notwendig.

Um andere Personen vor einer Ansteckung zu schützen, sollte bis nach erfolgreicher Behandlung, welche der behandelnde Arzt bestätigt, der direkte Hautkontakt zu anderen Personen gemieden werden.

Enge Kontaktpersonen sollten ebenfalls einem Arzt vorgestellt werden und auf Krätzemilben untersucht werden. Auch wenn noch keine Hautveränderungen vorliegen, sollten enge Kontaktpersonen zur gleichen Zeit mitbehandelt werden.

Kleidung, Unterwäsche, Handtücher und Bettwäsche der Patienten müssen bei 60° gewaschen werden. Sonstige Gegenstände mit längerem Hautkontakt, z.B. Schuhe oder Plüschtiere sollten gut verschlossen in Plastiktüten bei 20°für mindestens 4 Tage aufbewahrt werden.

Schutzmaßnahmen sind im Vorfeld in der Regel kaum möglich, da die Krätzemilben bereits unbemerkt vor Beginn der Beschwerden übertragen werden.

Falls sich Körperkontakte mit erkrankten Personen nicht vermeiden lassen, z.B. bei der Körperpflege von Kindern oder Pflegebedürftigen, sollten Sie langärmelige Kleidung und Einmalhandschuhe tragen.

 

Vorträge der Informationsveranstaltung zum Thema "Drogen" und "Crystal" in Arnstadt.

  • Drogenkonsum mit Blick auf die Droge Crystal Meth [PDF: 305 kB]
  • Crystal - Die Thüringer Polizei klärt auf [PDF: 655 kB]

MRE - Netzwerk Ilm-Kreis

Das MRE-Netzwerk im Ilm-Kreis wurde im Februar 2013 unter der Leitung und Koordination des Gesundheitsamtes gegründet. Zu den Netzwerkpartnern gehören die Kliniken des Ilm-Kreises, ambulante und stationäre Pflegedienste und die niedergelassenen Kollegen.
Zu den Zielen gehört die Vermittlung von Kenntnissen über nosokomiale Infektionen und resistente Erreger sowie die Schaffung von einheitlichen Hygienestandards beim Umgang mit Patienten mit resistenten Erregern.
Die Netzwerkpartner arbeiten in Arbeitsgruppen und nutzen die Formulare und Fachinformationen des Landesamtes für Verbraucherschutz, welche Sie hier downloaden können.

MRSA Formulare

MRSA- Nachweis- Erhebungsbogen Januar 2015
MRE- Überleitungsbogen Oktober 2013
MRSA- Sanierung: Protokollbogen Juli 2013
MRSA- Sanierung: Protokollbogen ambulanter Bereich Juli 2013
MRSA/MRE-Ntzwerke: Bereitschaftserklärung Juli 2013

MRSA Informationen           

Hygienemaßnahmen bei MRSA und anderen MRE Juli 2013
MRSA- Informationen für Altenpflegeheime Juli 2013
MRSA- Informationen ambulante Pflege Juli 2013
MRSA- Informationen Behindertentageseinrichtungen Juli 2013
MRSA- Informationen medizinisches Personal Juli 2013
MRSA- Informationen Patienten und Angehörige Juli 2013
MRSA- Informationen im niedergelassenen Bereich Juli 2013
MRSA- Sanierung im niedergelassenen Bereich Juli 2013
MRSA- Informationen für Rettungs- und Transportdienste
MRSA- Präventionsstrategie Juli 2013

MRE-Informationen

Hygienemaßnahmen 3MRGN - 4MRGN- Infektionen Juli 2013 

Link:

http://www.thueringen.de/th7/tlv/gesundheitsschutz/infektionsschutz/krankenhaushygiene/mre/

 


Überblick