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Vorbildwirkung für künftige Kooperationen unter den Thüringer Landkreisen 15.08.2018 


Vorbildwirkung für künftige Kooperationen unter den Thüringer Landkreisen

Thüringens Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee überreichte den Zuwendungsbescheid für das künftige Regionalmanagement Ilm-Kreis und Landkreis Gotha.

Im Landratsamt Ilm-Kreis überreichte Wolfgang Tiefensee, Thüringer Minister für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft, am gestrigen Nachmittag einen Zuwendungsbescheid über 600.000 Euro an die Landrätin des Ilm-Kreises, Petra Enders und den Landrat des Landkreises Gotha, Onno Eckert. Die Fördermittel stärken die Zusammenarbeit der beiden Kreise und dienen dem Aufbau eines gemeinsamen Regionalmanagements. Die Förderperiode reicht zunächst bis ins Jahr 2021. Danach sind zwei weitere aufeinanderfolgende Verlängerungen der Förderung um je drei Jahre möglich.

Regionalwirtschaftliches Entwicklungskonzept als Kern der Zusammenarbeit

Angesichts der guten Zusammenarbeit der zwei Mittelthüringer Landkreise betonte Wirtschaftsminister Tiefensee, dass das Land keine Absichten mehr hege, die Kreisgrenzen in Thüringen zu ändern. Das neue gemeinsame Regionalmanagement solle jedoch als Vorbild und Anregung an die jeweiligen Akteure und Nachbarkreise für künftige Kooperationen dienen. Besonders hob er das Regionalwirtschaftliche Entwicklungskonzept als vorbildlich hervor. In den vier Handlungsschwerpunkten des Konzepts gehe es um die Entwicklung einer modernen Infrastruktur, um die engere Verzahnung von Wirtschaft und Forschung, um die Gewinnung von Fachkräften und um die Qualität weicher Standortfaktoren, die für Fachkräfte zunehmend zum Entscheidungsfaktor werden.

Landrätin Petra Enders unterstrich die Bedeutung des gemeinsamen Regionalmanagements als wichtigen Schritt für eine noch bessere Entwicklung und Zusammenarbeit der Nachbarkreise. Sie verdeutlichte am Beispiel der Industriegroßfläche „Erfurter Kreuz“ die Bedeutung und Notwendigkeit der überregionalen Zusammenarbeit zwischen den Kreisen. Die Infrastrukturverbesserung sieht sie als wichtiges Handlungsfeld, insbesondere mit der Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur und der Aufwertung des Schienen- und des Radverkehrs, aber auch eine bessere Koordinierung des ÖPNV. Als weiteres großes Anliegen nannte sie den Aufbau eines Service- und Transferzentrums am Erfurter Kreuz, das die Zusammenarbeit zwischen Industrie und Forschung in der Praxis stärken soll.

Wirtschaftsförderung als persönliches Anliegen

Die Wirtschaftsförderung nannte Landrat Onno Eckert als eines seiner wichtigsten persönlichen Anliegen im neuen Amt. Er ist seit Anfang Juli Landrat im Landkreis Gotha. Eckert betonte, dass der Blick über Kreisgrenzen hinaus essentiell sei, da sich Wirtschaft nicht an Verwaltungsgrenzen orientiert. Bemerkenswert sei das Projekt eines kreisübergreifenden Regionalmanagements zur Förderung weiterer Synergien.

Das Regionalmanagement Ilm-Kreis/Landkreis Gotha wird aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) gefördert. Zu den Förderinstrumenten gehört auch das Regionalbudget, welches auf Grundlage eines existierenden Regionalmanagements zusätzlich beantragt werden kann, um konkrete Maßnahmen umzusetzen. Dazu gehören unter anderem der Aufbau von Kompetenzzentren, die Vermarktung von Gewerbeflächen und Maßnahmen des Regionalmarketings. Das neue Regionalmanagement wird bis 2021 mit 800.000 Euro ausgestattet, wovon der Freistaat das Projekt mit 600.000 Euro fördert.

V. i. S. d. P. Manuel Löffelholz, Büro Landrätin

 

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