Radverkehrskonzept Ilm-Kreis
Fortschreibung des Radverkehrskonzept Ilm-Kreis
Der Radverkehr gewinnt zunehmend an Bedeutung, sowohl im Alltag als auch in der Freizeit und im Tourismus. Die wachsende Nutzung von E-Bikes ermöglicht es größere Distanzen und anspruchsvolle Strecken zu bewältigen. Diese Entwicklung bietet große Chancen für die Lebensqualität der Region sowie für die Gesundheit und eine klimafreundliche Mobilität.
Der Ilm-Kreis setzt auf eine moderne und bedarfsgerechte Weiterentwicklung der Radverkehrsinfrastruktur. Durch ein attraktives und sicheres Radwegenetz wird die Mobilität im Alltag vor Ort gestärkt und die Attraktivität des Standortes der Region erhöht.
Mit der Fortschreibung des Radverkehrskonzeptes wird die bestehende Infrastruktur überprüft und an die aktuellen Anforderungen angepasst und weiterentwickelt. Ziel ist es, die Infrastruktur zu optimieren und auszubauen – von Radwegen über Abstellanlagen, Rastplätze bis hin zu Lade- und Service-Stationen. Dabei steht insbesondere die Verbesserung der Verbindungen zwischen den Städten und Gemeinden des Ilm-Kreises sowie in die benachbarten Landkreise und Gemeinden im Fokus.
Öffentlichkeitsbeteiligung
Für die Fortschreibung des Radverkehrskonzeptes setzen wir auf eine breite Öffentlichkeitsbeteiligung. Alle Bürgerinnen und Bürger können so einen Beitrag für ein hochwertiges Konzept für eine sichere, attraktive und komfortable Radverkehrsinfrastruktur im Ilm-Kreis leisten und sich aktiv in die Gestaltung und Optimierung des Radverkehrsnetzes einbringen.
Die Projekthomepage https://www.inver-erfurt.de/ informiert über das Radverkehrskonzept und die öffentlichen Beteiligungsformate in Ihrer Region. In der Rubrik "Aktuelles" wählen Sie bitte "Fortschreibung Radverkehrskonzept Ilm-Kreis"
Sie sind aufgerufen sich aktiv zu beteiligen und unser Radverkehrsnetz mitzugestalten.
Im Zeitraum vom 28. April 2026 bis zum 30. Juni 2026 haben Sie zusätzlich die Möglichkeit an einer Online-Beteiligung teilzunehmen und über eine interaktive Karte Vorschläge für Radverkehrsverbindungen zu alltäglichen und touristischen Zielen, zu Sicherheitsschwerpunkten oder der Fahrradinfrastruktur einzureichen.
Eine zweite Phase der Beteiligung wird voraussichtlich im Herbst 2026 stattfinden. Hier können Sie die im Konzept erarbeiteten Maßnahmen einsehen, bewerten und kommentieren.
Radverkehrskonzept 2016 – Grundlage und Fortschreibungsbedarf
Das im Jahr 2016 beschlossene Radverkehrskonzept des Ilm-Kreises bildet die zentrale Planungsgrundlage für die Entwicklung einer zukunftsfähigen Radverkehrsinfrastruktur. Es entstand auf Basis einer fundierten fachlichen Ausarbeitung sowie einer breit angelegten Öffentlichkeitsbeteiligung mit zahlreichen Hinweisen aus Bürgerschaft, Kommunen und Fachstellen. Kern des Konzepts ist ein Netz für den Alltagsradverkehr, ergänzt durch touristische Rundrouten und konkrete Ansätze zur Verbesserung der Infrastruktur, etwa bei Abstellanlagen oder Serviceangeboten.
Seit seiner Verabschiedung konnten wichtige Impulse für die Radverkehrsförderung gesetzt werden. Gleichzeitig haben sich die Anforderungen an die Mobilität verändert, insbesondere durch den zunehmenden Radverkehr und die steigende Nutzung von E-Bikes und Lastenrädern. Vor diesem Hintergrund ist eine Fortschreibung des Konzepts notwendig, um bestehende Maßnahmen zu überprüfen, neue Bedarfe zu berücksichtigen und die strategische Weiterentwicklung des Radverkehrs im Ilm-Kreis nachhaltig zu sichern.
Radverkehrskonzept Ilm-Kreis 2016
Radverkehr erfreut sich allgemein immer größerer Beliebtheit und durch die starke Zunahme elektrisch unterstützter Fahrräder sind auch größere Entfernungen und Steigungen für einen großen Teil der Bevölkerung unproblematisch zu überwinden. Um diesen Trend aus Gründen des Klima- und Gesundheitsschutzes und ökonomischer Erwägungen zu fördern, ist es unter anderem erforderlich, gute Radverkehrsinfrastruktur anzubieten. Ein attraktives, gut abgestimmtes und ausgebautes Radwegenetz führt zu höherer Standortattraktivität und Steigerung der Lebensqualität.
Dies veranlasste den Ilm-Kreis, ein Radverkehrskonzept (RVK IK) mit dem Schwerpunkt Alltagsrad-verkehr bei gleichzeitiger Stärkung des Fußverkehrs - und damit der Nahmobilität insgesamt - zu entwickeln.
Erarbeitung und Öffentlichkeitsbeteiligung zum RVK IK:
- 2014 erarbeitet als Masterarbeit an der Fachhochschule Erfurt von Claudia Gerbig unter Begleitung und Betreuung das Landratsamtes Ilm-Kreis, SB Radverkehr
- Öffentlichkeitsbeteiligung vom 11.05. bis 10.07.2015
- Stellungnahmen:
- 134 von Bürgern
- 16 von Gemeinden und Verwaltungsgemeinschaften
- 30 von Trägern öffentlicher Belange
- insgesamt mehr als 500 Einzelhinweise
- 6 Regionalberatungen mit Gemeinden und einigen TÖB's zur Vorstellung und Diskussion der eingegangenen Stellungnahmen:
- in Kirchheim am 24.11.2015
- in Ilmenau am 02.02.2015
- in Stadtilm am 08.12.2015
- in Gehren am 02.02.2016
- in Arnstadt am 20.01.2016
- in Martinroda am 08.03.2016
- Vorstellung des Arbeitsstandes am 14.06.2016 im Kreistag
- Abwägungskonferenz in der Arbeitsgruppe Radverkehr des Ilm-Kreises am 03.09.2016 in Langewiesen
- Beschluss des überarbeiteten RVK IK im Kreistag am 14.12.2016
Inhalt des RVK IK:
Wesentlicher Inhalt ist die Netzplanung für den Alltagsradverkehr, welche ausgehend von der Bestandserhebung und aufgrund der vorrangigen Alltagsziele aus einem Bedarfsliniennetzplan entwickelt wurde. Für den touristischen und Freizeitradverkehr wurden acht Rundrouten im Kreisgebiet zur vorrangigen Vermarktung vorgeschlagen. Der Wipfratal-Radweg von Ilmenau bis zum Gera-Radweg bei Erfurt-Molsdorf ist ein neu geplanter touristischer Flussradweg, welcher insbesondere den zentralen Ilm-Kreis mit seinen idyllischen Ortschaften touristisch erschließen soll. Des Weiteren werden allgemeine Grundlagen für eine bedarfsgerechte Infrastruktur und ergänzende sekundäre Radverkehrsinfrastruktur (Abstellanlagen, Ladestationen, Gepäckaufbewahrung, Servicestationen...) benannt. Die Themen ÖPNV-Anknüpfung, Marketing und Öffentlichkeitsarbeit sowie Sicherheit sind nur kurz beleuchtet und sollen zukünftig weiter vertieft werden, um der Zielstellung der umfassenden Radverkehrsförderung gerecht zu werden.
Kartenteil des RVK IK:
Der Kartenteil steht als pdf-Download der nach Gebietskörperschaften untergliederten Karten (siehe unten) zur Verfügung. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, sich das Bestands- (grün) und Planungsnetz (blau) in interaktiven Karten darstellen zu lassen. Dazu stehen die Darstellung in Google Maps oder die kmz-Datei zum Einlesen in eine interaktive Karte wie Google Earth bereit. Damit können Sie die Routenverläufe nachvollziehen.
Mit dem RVK IK wurde eine Planungsgrundlage für den zukunftsfähigen Ausbau der Radverkehrsinfrastruktur geschaffen. Die sukzessive Umsetzung des Konzeptes ist innerhalb der nächsten 15 bis 20 Jahre geplant und erfolgt durch die jeweiligen Baulastträger in Koordination und Unterstützung des Ilm-Kreises. Alle im Konzept enthaltenen Einzelmaßnahmen bedürfen einer Konkretisierung und Detailplanung sowie der erforderlichen Genehmigungen im Rahmen der Umsetzung.
Das vom Kreistag am 14.12.2016 beschlossene RVK IK stellt einen ersten wesentlichen Baustein in der Förderung des Radverkehrs und der Entwicklung zu einem fahrrad-freundlichen Landkreis dar, welcher zukünftig durch weitere Teilkonzepte ergänzt und fortgeschrieben werden soll.
Textteil “Radverkehrskonzept Ilm-Kreis (Stand: 01.12.2016)“
Kartenteil “Radverkehrskonzept Ilm-Kreis (Stand: 01.12.2016)“
Weitere Auskünfte sowie Einsicht in die Unterlagen erhalten Sie (dienstags bis donnerstags) bei:
E-Mail: f.heide@ilm-kreis.de
Raum: 111
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