Richtfest am Schulstandort Wilhelm Hey in Ichtershausen
„Mit dem heutigen Richtfest für den Erweiterungsbau der Grundschule „Wilhelm-Hey“ wird ein bedeutender Meilenstein in der Weiterentwicklung des Schulstandortes erreicht. Der Anbau ist Teil einer langfristigen Investitionsstrategie zur Stärkung der Grund- und Regelschule ‚Wilhelm-Hey‘, so Landrätin Petra Enders am 24. April in Ichtershausen und betont: „Damit kommen wir unserem Ziel, moderne und zukunftsfähige Lernbedingungen für unsere Kinder zu schaffen, einen großen Schritt näher. Der Erweiterungsbau ist ein klares Bekenntnis zum Bildungsstandort Ichtershausen und zu einer qualitativ hochwertigen Schulentwicklung im Landkreis.“
Derzeit sind Grundschule und Regelschule noch gemeinsam in einem Gebäude untergebracht. Aufgrund stetig steigender Schülerzahlen ist eine Erweiterung jedoch dringend erforderlich, um den Schulbetrieb zu entzerren und die Lernbedingungen nachhaltig zu verbessern.
Der Erweiterungsbau ergänzt das bestehende Hortgebäude, das bereits in den Jahren 2014 bis 2015 durch die Gemeinde errichtet wurde. Künftig wird das Gebäude über insgesamt acht Klassenräume sowie umfangreiche Verwaltungsbereiche verfügen, darunter ein Schulleiterbüro, ein Sekretariat und ein Lehrerzimmer. Ergänzt wird das Raumangebot durch Differenzierungsräume, Garderobenbereiche, neue Sanitäranlagen und Technikräume.
Ein besonderer architektonischer Akzent ist der geplante Verbindungsgang zur Sporthalle, der als grüne Pergola gestaltet wird und zugleich die Speiseversorgung integriert. Darüber hinaus entstehen südlich und südwestlich des Gebäudes neue Spiel- und Bewegungsflächen.
„Neben der funktionalen Erweiterung legen wir großen Wert auf Nachhaltigkeit und Barrierefreiheit“, so die Landrätin und betont: „Das Gebäude wird mit moderner Wärmepumpentechnik, einer Photovoltaikanlage und energieeffizienter LED-Beleuchtung ausgestattet. So schaffen wir nicht nur bessere Lernräume, sondern leisten auch einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz.“
Die Gesamtkosten des Bauprojekts belaufen sich auf rund 4,08 Millionen Euro, wovon etwa 2,96 Millionen Euro durch Fördermittel des Landes Thüringen getragen werden.
Der Spatenstich für das Bauvorhaben erfolgte am 23. Juni 2025, der Baubeginn lag zu Beginn der Sommerferien 2025. Seitdem konnten bereits wesentliche Arbeiten umgesetzt werden, darunter die Baufeldfreimachung mit Umsetzung des Schulgartens und eines grünen Klassenzimmers, die Errichtung des Rohbaus, der Einbau der Fenster sowie die Dacharbeiten.
In den kommenden Bauphasen folgen unter anderem Fassadenarbeiten, der Innenausbau sowie die Installation der technischen Gebäudeausrüstung. Die Fertigstellung des Gesamtprojekts einschließlich der Außenanlagen ist für das zweite Quartal 2027 geplant.
An der Planung und Umsetzung sind zahlreiche Fachbüros und Unternehmen beteiligt, darunter die Planungsgruppe Korb Am Ettersberg, die Energietechnik Lis GmbH Erfurt sowie das Büro Bauprojekt Ilmenau Planungs-GmbH.
Die bisherigen Bauarbeiten wurden von regionalen Firmen realisiert: Tief- und Landschaftsbau Klaus Hofmann GmbH, Ilmenau, Baumdoc GmbH, Thomas Hofmann, Ilmenau, BUK Brinkmann und Keller GmbH, Erfurt-Windischholzhausen, Bau – Altenfeld GmbH, Großbreitenbach OT Altenfeld, Finestra Fenstertechnik GmbH, Geschwenda und JAKUSA Bedachungen GmbH, Saalfeld, sowie die Firma Schramm Tiefbau GmbH aus Ilmenau, OT Gräfinau-Angstedt.
Mit dem Erweiterungsbau wird der Schulstandort „Wilhelm-Hey“ zukunftsfähig aufgestellt und den wachsenden Anforderungen an eine moderne Bildungsinfrastruktur gerecht.
V. i. S. d. P. Anke Roeder-Eckert, Büro Landrätin