Ilm-Kreis als Ort der Vielfalt ausgezeichnet
Im Ilm-Kreis arbeiten seit mehreren Jahren verschiedene Arbeitsgruppen, die sich für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit einsetzen. So trifft sich beispielsweise die Arnstädter AG "Demokratie braucht Zivilcourage" seit 2002 regelmäßig und hat die "Kameradschaftsaktionen" der seit 2006 existierenden NPD in Arnstadt im Blick. Die Ilmenauer AG "Für eine offene Stadt - gegen Gewalt, Fremdenhass und Rassenwahn" organisiert u. a. jährlich einen Kinder- und Jugendtag und in einer weiteren AG "Mütter gegen braune Verführung" engagieren sich couragierte Ilmenauer Bürger.
Durch die intensive Kinder- und Jugendarbeit in verschiedenen Projekten wie beispielsweise dem "Faustlos-Projekt", in dem Grundschulkinder an 13 Schulen des Kreises lernen, wie man respektvoll miteinander umgeht und Konflikte friedlich löst, oder dem "Buddy-Projekt", in welchem Jugendliche lernen, Verantwortung zu übernehmen und Demokratieerfahrung sammeln, wird die Förderung von Jugendlichen vorangetrieben, das Interesse an politischer Bildung geweckt und versucht, den rechten Ideologien keinen Raum zu bieten.Auch die in Arnstadt und Ilmenau laufenden Aktionen "Stolpersteine", bei denen an die Opfer der NS-Zeit erinnert wird, indem vor ihrem letzten Wohnort Gedenktafeln aus Messing ins Trottoir verlegt werden, schaffen eine breite Öffentlichkeit und mahnen das Geschehene an.
Durch die vielen Aktionen und das Zusammenspiel verschiedenster Akteure (Politik / Parteien, Jugendamt, Schulamt, Polizei, Ordnungsamt, Integrationsbeauftragte/r, Schulen, Bürgerinitiativen, Wohlfahrtsverbände / Hilfsorganisationen, Religiöse Träger, Kirchen, Bürgerinnen / Bürger, Jugendliche) qualifizierte sich der Ilm-Kreis bei dieser bundesweiten Initiative und wurde durch den besonderen Einsatz jedes Einzelnen mit dem Titel "Ort der Vielfalt" ausgezeichnet.
Weitere Informationen zur Initiative erhalten Sie unter: www.orte-der-vielfalt.de