Seiteninhalt
05.09.2023

57 Denkmale im Ilm-Kreis gewähren am 10. September 2023 ungewöhnliche Einblicke

„Der Tag des offenen Denkmals ist für mich eine wichtige Zäsur im Kalender, lädt er doch zu Streifzügen durch die Vielfalt unseres Landkreises ein und fördert das Bewusstsein für die Bedeutung unseres kulturellen Erbes. Als Tor in die Vergangenheit spiegelt er die Vielfalt unserer Bau- und Kulturgeschichte“, so Landrätin Petra Enders zur Präsentation der Broschüre des Ilm-Kreises zum Tag des offenen Denkmals, die einen guten Überblick und detaillierte Informationen bietet. 

Herzlich lädt sie Bürgerinnen und Bürger zu den historischen Streifzügen durch die Geschichte des Ilm-Kreises ein. Denn am Tag des offenen Denkmals öffnen sich Türen, die sonst verschlossen bleiben.

Der Ilm-Kreis ist reich an kulturellen und technischen Denkmalen sowie an archäologischen interessanten Funden:

  • geschätzte 1300 Kulturdenkmale
  • darunter sind ca. 30 technische Denkmale
  • etwa 50 Denkmalensemble
  • 5 Gartendenkmale
  • 84 archäologische Denkmale

„Die Palette der denkmalgeschützten Gebäude reicht von herrschaftlichen Schlössern und mittelalterlichen Burgen bis hin zu schmuckvollen Villen, einfachen Gehöften und Wohnhäusern, Mühlen, Kirchen, Gärten, Parkanlagen und Bodendenkmalen. Im Altkreis Arnstadt befinden sich ca. 65 Prozent des Denkmalbestandes, wiederum eine hohe Anzahl davon im ältesten Ort Thüringens“, so Landrätin Petra Enders.

In diesem Jahr erhalten die Denkmale am 10. September in der Zeit von 10 bis 17 Uhr eine offene Bühne – auch im Ilm-Kreis haben Interessierte die Chance, einen besonderen Blick hinter die Kulissen der geschichtsträchtigen Gebäude zu werfen und ins Gespräch zu kommen.Waren es im vorigen Jahr noch 44 Denkmale, die geöffnet wurden, so können sich Besucher heute auf 57 Einrichtungen im Ilm-Kreis freuen, die Einblicke gewähren.

Das Motto des Jahres 2023 lautet: „Talent Monument“. Damit möchte die Deut­sche Stiftung Denkmalschutz die einzigartigen Eigen­schaften und Qualitäten aller Denkmale ins Rampenlicht stellen. Bereits seit drei Jahrzehnten bringt die Deut­sche Stiftung Denkmalschutz mit dem größten Kulturevent Deutschlands Menschen zusammen, die etwas eint: die Leiden­schaft für die erleb- und erfahrbaren historischen Denkmale aus vergangenen Zeiten.

„Eines ist sicher: Kein Denkmal schafft es ohne die Menschen, Vereine und Institutionen, die hinter ihnen stehen, ins Rampenlicht: Sie sind die Talente hinter den Denkmalen, die durch ehren- oder hauptamtliches Engagement für den Erhalt und die Akzeptanz innerhalb der Bevölkerung sorgen“, so Landrätin Petra Enders und betont: „Es ist schon etwas ganz Besonderes, sein eigenes Heim für Besucherinnen und Besucher zu öffnen. Wie viel Zeit und Kraft darin stecken, kann nur ermessen, wer selbst mit angepackt hat, um alten Gebäuden neues Leben einzuhauchen. Dafür möchte ich mich herzlich bei allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern bedanken.“

Ein buntes Programm ist geplant: Führungen, Vorträge, digitale Beiträge oder auch Spiele für die kleinen Gäste.

Sakralbauten, ehe­malige Adelssitze, jahrhundertealte Bürgerhäuser und Gehöfte, reich ausgestattete Villen, Werkstätten, technische und Boden­denkmale präsentieren sich einem breiten Publikum.

Hier können Sie die Broschüre direkt downloaden.

Hier finden Sie eine Übersicht der Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die ihre Teilnahme erst kürzlich zugesagt haben und nicht in der Broschüre vertreten sind.


Dienstedt – Karsthöhle

Am Ilmtal-Radweg

99326 Stadtilm OT Dienstedt

Öffnungszeiten

10:00 – 17:00 Uhr

Rahmenprogramm

musikalisches Rahmenprogramm auf dem Waidrasen mit der Band „Popstore“, sowie ein regionaler Händlermarkt mit Verpflegungsständen, Führungen nach Bedarf

über das Denkmal

           ×           Flusshöhle entstand durch Auswaschung eines Flusses vor 2 – 5 Millionen Jahren

           ×           1953 entdeckte Bodendenkmalpfleger Felix Gebser die Karsthöhle zufällig bei Ausgrabungen

           ×           Nutzung der Höhle in Bronzezeit und Mittelalter durch archäologische Funde wie Tonscherben, Trinkgefäße, Knochenwerkzeuge und Feuerstein-Klingen belegt werden.

           ×           ab 1957 wurde die Höhle frei gelegt

           ×           1993 Höhle gesichert und als Schauhöhle umgewandelt

St. Georg und Marien-Klosterkirche in Ichtershausen

Klosterstraße 1

99334 Amt Wachsenburg OT Ichtershausen

Öffnungszeiten

 10:00 – 18:00 Uhr

Rahmenprogramm

Fabeln von Wilhelm Hey und die gemalten Bilder von Otto Speckter werden auf unterschiedliche Weisen ausgestellt und es finden kleine Aktionen, wie z.B. ein Quizz rund um dieses Thema statt

           ×           Ersterwähnung 1133

           ×           Pfarrkirche des Ortes Ichtershausen

           ×           bis zur Aufhebung des Klosters im Jahr 1539 war sie Abteikirche der Zisterzienerinnenabtei, eines der ersten Zisterzienserinnenklöster in Deutschland

           ×           mit seinem reichen Grundbesitz und personenstarken Konvent zählte es im Mittelalter zu den größten Klöstern in Thüringen

           ×           in Folge der Reformation wurde sie 1539 zur evangelischen Kirche

Grabungsstätte Großbreitenbach

Am Schwimmbad

98701 Großbreitenbach

Öffnungszeiten

13:00 – 16:00 Uhr

Rahmenprogramm

Darstellung der bisherigen Forschungsergebnisse, offene Fundstellen

über das Denkmal

           ×           der Standtort der früheren Burganlage, den Kantorschloss, konnte 2021 erstmals im Bereich des Schwimmbades lokalisiert werden, eine Magnetometerprospektion wurde im Frühjahr 2021 durchgeführt

           ×           eine Ausgrabung soll mehr Informationen und Funde zur Burganlage liefern

           ×           fachkundige Bodendenkmalpfleger und Heimatforscher werden über den Stand der bisherigen Forschung Auskunft geben

V. i. S. d. P. Anke Roeder-Eckert, Büro Landrätin