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25.11.2009

Aktuelle Informationen über die Neue Influenza A/H1N1

In Deutschland setzt sich der rasche Anstieg der gemeldeten Erkrankungen an Neuer Influenza A (H1N1), der sogenannten Schweinegrippe, fort. Waren es in den Sommermonaten hauptsächlich Erkrankte die ihre Infektion aus den Urlaubsländern mitbrachten, so ist das Virus jetzt in allen Bundesländern verbreitet.
Außerdem liegt bereits jetzt eine bundesweit erhöhte Anzahl an akuten respiratorischen Erkrankungen (Erkältungskrankheiten) vor, wie wir es sonst erst in den Monaten Januar und Februar registrieren.

Alle Bürger und insbesondere Kinder und Jugendliche werden aufgefordert, auf Hygiene zu achten.

Im Vordergrund stehen jetzt die Impfungen und die frühe Therapie der Erkrankten mit einem erhöhten Risiko.

Nach Empfehlungen des Robert- Koch- Institutes soll nur bei untypischen Beschwerden oder Krankheitsbildern z. B. bei Geimpften, bei Verschlechterung unter Behandlung oder bei älteren Menschen eine Diagnosesicherung durch Labornachweis angestrebt werden.

Aktuell wird empfohlen, dass alle Erkrankten, Kinder und Erwachsene, mindestens bis
1 Tag nach Ausbleiben des Fiebers den Kontakt zu anderen Personen meiden.
Beschäftigte mit beruflichen Kontakt zu besonders empfindlichen Gruppen, wie

  • Schwangere,
  • Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung infolge eines Grundleidens, wie z. B.:
    - chronische Erkrankung der Atemwege (inklusive Asthma und COPD),
    - chronische Herz-Kreislauf-, Leber- und Nierenerkrankungen,
    - Diabetes und andere Stoffwechselkrankheiten,
    - multiple Sklerose mit durch Infektionen getriggerten Schüben,
    - angeborene oder erworbene Immundefekte,
    - starke Adipositas.

sollen hingegen 7 Tage den Kontakt zu anderen Personen meiden.

Die erkrankte Person und Ihre Familie sollte folgende Ratschläge befolgen:

  • Mehrmals täglich Hände waschen mit Seife für mindestens 20 - 30 Sekunden.
  • Auf Körperkontakte wie Umarmen, Küssen, Händeschütteln usw. verzichten.
  • Beim Husten und Niesen von anderen Personen Abstand halten und am besten ein Papiertaschentuch vor den Mund halten, das anschließend in den Abfall entsorgt wird, anschließend unbedingt die Hände aller beteiligten Personen waschen. Wenn kein Papiertaschentuch zur Verfügung steht, sollte in den Ärmel gehustet und geniest werden (nicht in die Hand).
  • Nicht das Besteck, Trinkgefäße oder Geschirr mit anderen teilen.
  • Möglichst Abstand zu anderen Personen / Familienmitgliedern halten. Wenn räumlich möglich: Schlafen und Aufenthalt in räumlicher Trennung des Kranken zu Nicht-Erkrankten.
  • Geschlossene Räume 3 - 4 Mal täglich für jeweils 10 Minuten lüften, um die Zahl der Viren in der Luft zu reduzieren.

Insbesondere müssen Babys, Kleinkinder, Schwangere und Personen mit chronischen Krankheiten (z. B. Asthma) vor einer Ansteckung geschützt werden.

Kontaktpersonen werden aufgefordert auf Krankheitssymptome zu achten und bei Auftreten dieser insbesondere keine Gemeinschaftseinrichtungen mehr zu besuchen. Erkrankte mit Grundleiden oder einem erhöhten Risiko für schweren Verlauf (siehe empfindliche Gruppen) sollen frühzeitig einen Arzt aufsuchen.

Zu den wichtigsten Maßnahmen der Vorsorge gehört die Schutzimpfung gegen die Neue Influenza.
Seit Anfang November steht ein Impfstoff gegen die Neue Influenza A (H1N1) zur Verfügung. Das Thüringer Impfkonzept sieht vor, dass jeder Bürger der geimpft werden möchte, diese Impfung auch erhalten kann. Vorrangig wurden in den letzten Wochen sogenannte priorisierte Personen (Medizinisches Personal und Rettungskräfte) sowie chronisch Kranke geimpft.

Die Impfungen erfolgen nach Terminvorgabe über die Hausärzte oder vorübergehend auch im Gesundheitsamt Arnstadt und der Außenstelle Ilmenau. Die Anmeldung zur Impfung unter der Telefonnummer: 03677 657-333 Montag, Dienstag und Mittwoch von 10 bis 12 Uhr und 14 bis 16 Uhr und am Freitag von 10 - 12 Uhr .

Die Impfstofflieferung von der Firma GSK erfolgt wöchentlich nach Produktionsleistung an die Apotheken, über das TLLV (Thüringer Landesamt für Lebensmittelsicherheit und Verbraucherschutz) Bad Langensalza, deshalb muss eine wochenweise Planung erfolgen.
Zurzeit wird für Kinder von 6 Monaten bis 9 Jahren und Erwachsene über 60 Jahren, wegen geringerer Immunkompetenz, von der STIKO (Ständige Impfkommission) eine zweimalige Impfung empfohlen. Bei allen anderen Personen reicht eine einmalige Impfung. Sollte sich durch weitere klinische Daten Änderungen dieser Empfehlungen notwendig machen, wird die STIKO erneut Stellung nehmen.

V. i. S. d. P. Manuel Löffelholz, Pressesprecher