Aktuelles zur Influenza-Saison 2015 - Aufforderung zur Grippe-Schutzimpfung!
Besonders in der kalten Jahreszeit - etwa von der 40. Kalenderwoche bis zur 15. Kalenderwoche des Folgejahres - können Influenza-Viren zu regionalen Erkrankungshäufungen führen. Im Unterschied zum grippalen Infekt treten die Symptome der Influenza relativ plötzlich auf. Der Betroffene hat meist binnen weniger Stunden hohes Fieber und fühlt sich am ganzen Körper schwach. Die erheblichen Gliederschmerzen beginnen oft in den Beinen und werden von Kopfschmerzen, Schüttelfrost und Schweißausbrüchen begleitet.
In manchen Jahren kam es zu regelrechten Grippewellen von bis zu acht Wochen. Einen wirksamen Schutz gegen die Influenza bieten die Grippeschutzimpfungen, die jährlich mit Beginn des Herbstes, September bis November von allen Hausärzten, z. T. auch Fachärzten z.B. Internisten und Gynäkologen und Gesundheitsämtern durchgeführt werden.
Fälschlicherweise werden aufgrund der ähnlichen Symptomatik (Husten, Schnupfen, Halsweh, erhöhte Temperatur) häufig auch die grippalen Infekte als Grippe bezeichnet. Diese fiebrigen Atemwegsinfektionen sind jedoch harmloser und werden nicht durch Influenza-Viren, sondern durch andere Erreger hervorgerufen. Im Gegensatz zu diesen Erkältungskrankheiten können Influenza-Viren zu schweren Erkrankungen mit gefährlichen Komplikationen führen.
Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt 2015 die Influenzaimpfung für alle Personen ab 60 Jahre, für alle Schwangeren, die während der Influenzasaison schwanger sind, ab dem 2. Trimenon, weil sie ein erhöhtes Risiko für schwere Verläufe haben.
Für Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung infolge eines Grundleidens (wie z. B. chronische Krankheiten der Atmungsorgane, Herz- oder Kreislaufkrankheiten, Leber- oder Nierenkrankheiten, Diabetes oder andere Stoffwechselkrankheiten, chronische neurologische Grundkrankheiten (wie z. B. Multiple Sklerose mit durch Infektionen getriggerten Schüben, angeborene oder erworbene Immundefizienz oder HIV) sowie für Bewohner von Alters- oder Pflegeheimen.
Außerdem sollten Personen mit erhöhter Gefährdung (z. B. medizinisches Personal) und Personen, die als mögliche Infektionsquelle für von ihnen betreute Risikopersonen fungieren können, geimpft werden. Ebenso geimpft werden sollten Personen mit direktem Kontakt zu Geflügel und Wildvögeln (die Impfung schützt zwar nicht vor der Vogelgrippe, aber es werden damit problematische Doppelinfektionen vermieden).
Für Kinder bis zum 6. Lebensjahr wird ein Lebendimpfstoff als Nasenspray empfohlen.
Die Wirksamkeit der Grippeschutzimpfung hängt von vielen Faktoren ab, wesentlich ist, inwiefern die im Impfstoff enthaltenden Virusstämme mit den zirkulierenden Influenzavirusvarianten übereinstimmen.
Die Impfstoffe für die neue Saison 2015/16 unterscheiden sich in 2 der 3 Komponenten gegenüber der vergangenen Saison. Ausgetauscht wurden entsprechend der WHO Empfehlung der zum Influenzatyp a gehörende H3N2-Stamm und der Influenzatyp B.
Neben den trivalenten Impfstoffen sind auch zwei tetravalente Impfstoffe mit einem zweiten B-Stamm als vierte Komponente zugelassen.
Die zugelassenen Impfstoffe sind gut verträglich. Auch für Schwangere und das ungeborene Kind konnte in verschiedenen Studien die Sicherheit der Grippeimpfung nachgewiesen werden. Schwere Nebenwirkungen sind sehr selten.
Unabhängig vom Impfstatus sollte aber auch beim Auftreten von akuten Atemwegssymptomen an eine Influenza- Erkrankung gedacht werden. Insbesondere Menschen mit einem höheren Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf sollten frühzeitig ihren Hausarzt konsultieren.
Ganz wichtig sind aber auch einfache Hygienetipps, die jeder im Alltag beachten sollte, um die Ansteckungsgefahr zu verringern, wie:
1. Regelmäßiges und gründliches Händewaschen mit Seife
2. Husten und Niesen in die Ellenbeuge oder ein Taschentuch
3. Abstand halten zu erkrankten Personen
4. Regemäßiges Lüften von Räumen und
5. Im Krankheitsfall zuhause bleiben und sich auskurieren.
V. i. S. d. P. Katharina Knoll, Büro Landrätin
Die Influenza, im allgemeinen Sprachgebrauch meist nur als Grippe bezeichnet, ist eine akute Infektion der Atemwege, die durch die so genannten Grippeviren ausgelöst wird. Sie wird durch Ansteckung von Mensch zu Mensch, der so genannten Tröpfcheninfektion, sehr rasch verbreitet.