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04.07.2011

Auswertung der Regionalkonferenz der TECHNOLOGIE REGION ILMENAU ARNSTADT

Am 30.06.2011 trafen sich Vertreter aus Politik und Wirtschaft Wissenschaft und Bildung zur Regionalkonferenz der TECHNOLOGIE REGION ILMENAU ARNSTADT in der Stadthalle Arnstadt.

Unter dem Motto "Wie sichert eine Region den Fachkräftebedarf der Zukunft?" tauschten über 120 Teilnehmer Erfahrungen und Strategien im Prozess der Fachkräftesicherung und -gewinnung aus.

Ausgangspunkt der Konferenz bildete ein Vortrag von Herrn Tobias Koch (Prognos AG), bei dem die regionale Entwicklung - hinsichtlich ihrer wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit und ihrer Innovationskraft unter Beachtung unterschiedlichster Kriterien - einem bundesweiten Vergleich unterzogen wurde. Auf Grund der in den zurückliegenden Jahren erreichten positiven Entwicklung, konnte der Ilm-Kreis im bundesweiten Ranking von 412 Kreisen in den zurückliegenden 4 Jahren weiter aufholen (Verbesserung um 129 Positionen!) und ist für die Zukunft gut aufgestellt.

Die Sichtweise der Unternehmerschaft wurde von dem Leiter des "Regionalausschusses Ilm-Kreis der IHK Südthüringen" und Geschäftsführer der TETRA GmbH Ilmenau, Herrn Mollenhauer vorgetragen.
Das Hauptaugenmerk wird für die Unternehmen in Zukunft auf dem Thema der langfristigen Fachkräftesicherung liegen. Im Zuge sich veränderter Rahmenbedingungen, die vor allem durch den demografischen Wandel, der zunehmenden Arbeitnehmerfreizügigkeit in der EU und wegfallender Fördermöglichkeiten gekennzeichnet sind, wird sich der Prozess der Fachkräftesicherung zwingend wandeln. "Es geht nicht mehr um Quantität, es geht in Zukunft vor allem um die Qualität der verfügbaren Fachkräfte! Und das zu sichern ist unser aller Auftrag!" - So die klare Botschaft der Unternehmerschaft.

In Workshops, moderiert von regional tätigen Clustern, wurden neben Auswirkungen und Herausforderungen auch Lösungsansätze der Fachkräfteproblematik diskutiert.
Hierbei ist festzustellen, dass in Zukunft das vorhandene Fachkräftepotenzial noch optimaler genutzt und die Ausbildung noch konkreter und spezifischer auf die Bedürfnisse der Unternehmen zugeschnitten werden muss.

Durch den demografischen Wandel wird der Wettbewerb um die "klugen Köpfe" härter und deshalb gilt es, neue Wege in der Fachkräftesicherung zu finden.
Es wird notwendig sein, durch eine gezielte Förderung des Nachwuchses, bereits am Anfang eines zeitlich sehr langen Prozesses vor allem das Technikinteresse der jüngeren Generation zu wecken und damit sehr frühzeitig die Vorzüge und Möglichkeiten einer erfolgreichen Integration in der Region deutlich zu machen.

 

Ein nicht zu vernachlässigendes Kriterium im Prozess der Fachkräftesicherung und gezielten Fachkräftegewinnung bildet die Attraktivität der Region. Die weichen Standortfaktoren, wie z.B. Wohnraum, Freizeit- und Sportmöglichkeiten aber auch anerkannt gute Bildungs- und Betreuungsmöglichkeiten, sind wesentliche Entscheidungskriterien für eine zukünftige Arbeitsplatzwahl.

Abgerundet wurde die Regionalkonferenz vom Vortrag des Thüringer Ministers für Wirtschaft, Arbeit und Technologie, Herrn Matthias Machnig, über die Ausrichtung des Freistaates hinsichtlich einer langfristigen Fachkräftesicherung.

Dabei ging der Minister besonders ein auf die mehrfach angesprochene Problematik einer leistungsgerechten, vor allem aber marktgerechten Entlohnung! Nur bei gelingen dieser Forderung wird es möglich sein, junge, leistungsfähige Menschen in unserer Region zu halten oder sie zu begeistern in unsere Region zu kommen!
"Die work-life-balance muss stimmen und dazu zählen insbesondere alle sogenannten weichen Standortfaktoren in ihrer Gesamtheit!"
Es sind "Image-Kampagnen" zu starten und "Standortprofile für Thüringen" zu schaffen, die es gestatten, sehr progressiv für unsere Region zu werben.
Die Botschaften der vorangegangenen Redner fanden die volle Unterstützung des Ministers und sollten sehr klar - insbesondere die erreichten Ergebnisse der zurückliegenden Jahre aber auch die vor uns liegenden Herausforderungen - in die Region kommuniziert werden.

Die teilnehmenden Gäste zogen ein durchweg positives Resümee der Veranstaltung. Es gilt, die Chancen unserer innovativen Wirtschaft in Verbindung mit den Bildungs- und Forschungseinrichtungen der Region und den in der Region vorhandenen natürlichen Ressourcen und weichen Standortfaktoren zu nutzen, um die positive Entwicklung unter Berücksichtigung der Fachkräfteproblematik auch in der Zukunft fort zu führen.

V. i. S. d. P. Manuel Löffelholz, Pressesprecher