Besuch im Kompetenzzentrum für Berufsorientierung in Arnstadt
„Junge Menschen müssen sich ausprobieren und praktische Erfahrungen sammeln können. Hier leisten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Kompetenzzentrums für Berufsorientierung in Arnstadt eine sehr wichtige Arbeit“, sagte Landrätin Petra Enders im Rahmen eines Unternehmensbesuches.
Das Projekt wird aktuell u. a. über den Europäischen Sozialfonds gefördert. Doch die Co-Finanzierung vom Land Thüringen steht ab dem nächsten Schuljahr noch auf wackligen Füßen, denn auch im Bildungsbereich drohen Mittelkürzungen. Darüber informierten Cornelia Koch, Geschäftsführerin des Bildungswerkes Großbreitenbach, und Hagen Schneider, der Leiter des Kompetenzzentrums in Arnstadt, im Rahmen des Rundgangs. „Eine Mittelkürzung wäre verheerend in Hinsicht auf den Fachkräftenachwuchs für den Ilm-Kreis, der zu den wirtschaftlich stärksten in Thüringen gehört“, betonte Landrätin Petra Enders und forderte: „Die dauerhafte Finanzierung von Angeboten zur Berufsorientierung wie in Arnstadt muss gesichert sein. Nur so können wir dem Fachkräftemangel langfristig entgegenwirken und die Jugend für Perspektiven in der Region sensibilisieren.“
Sie würdigte das Engagement der Einrichtung, die seit 2008 besteht. Getragen wird das Kompetenzzentrum vom Bildungswerk Großbreitenbach. Weitere Partner sind das Arnstädter Bildungswerk und die IKL Ilmenau GmbH.
Neun Berufsfelder werden hier Schülern der 7., 8. und 9. Klassen von Regel- und Gemeinschaftsschulen sowie Gymnasien des Ilm-Kreises vorgestellt. In praktischen Übungen können sich die Jugendlichen einen Überblick über Mechatronik, Metall- und Holzbearbeitung, Farb- und Raumgestaltung, Glastechnik, Gesundheit und Pflege, Logistik und Lagerwirtschaft, Elektrotechnik/Schaltanlagenbau sowie über moderne Techniken wie 3D-Druck und Einsatzmöglichkeiten im Klimaschutz verschaffen.
Die coronabedingt entfallenen Angebote werden derzeit in enger Abstimmung mit den Schulen und dank eines starken Netzwerkes mit zahlreichen Praxispartnern nachgeholt. „Für uns ist das Bildungswerk Großbreitenbach ein ganz wichtiger Partner in der Berufsorientierung. Wenn wir wirtschaftlich stark bleiben wollen, ist es wichtig, dass wir Fachkräfte hier ausbilden und auch in der Region halten“, erklärte Landrätin Petra Enders.
V. i. S. d. P. Anke Roeder-Eckert, Büro Landrätin