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04.11.2008

Denkmalpreis des Ilm-Kreises 2008

Am 4. November wurden im Rahmen der "Dankeschön"-Veranstaltung die diesjährigen Denkmalpreise des Ilm-Kreises vergeben.

Freundeskreis Otto Knöpfer Holzhausen (Otto-Knöpfer-Haus Holzhausen)
Im Juni 2003 bildete sich in Holzhausen der Freundeskreis Otto Knöpfer, der sich u.a. zum Ziel setzte, das Elternhaus des bedeutenden Malers und Grafikers Otto Knöpfer vor dem Verfall zu retten. Das Haus (eines der ältesten Gebäude des Ortes - 1643) ist Bestandteil des Denkmalensembles des Ortes und darüber hinaus ein Einzeldenkmal.
Der Initiative des Freundeskreises ist es zu verdanken, dass dieses Haus heute noch steht. Seit 1996 ist es nicht mehr bewohnt, die Schäden im und am Haus waren erheblich. Dennoch machte sich der Freundeskreis Gedanken, wie das Haus erhalten werden kann, und wie unter Wahrung denkmalpflegerischer Zielstellungen ( es sollte unter Erhaltung eines Maximums an Originalsubstanz wieder das Aussehen eines typischen mittelthüringischen Kleinstbauernhauses des 17. Jahrhundert erhalten) auch eine Nutzung als Ausstellungs- und Begegnungsstätte möglich ist.
Besonders hervorzuheben ist dabei der Anteil der Wachsenburggemeinde, die das Gebäude 2004 in ihr Eigentum übernahm und damit erst die Voraussetzungen für diese Sanierung schuf. Im Mai 2008 konnte das Haus nach zweijähriger Sanierungszeit der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

<em></em>04.11.08 - Preisübergabe: Landrat Dr. Benno Kaufhold (1. v. l.) überreicht den Denkmalpreis an den Freundeskreis Otto Knöpfer.

 

 

 

 

 

<em></em>Otto-Knöpfer-Haus, Holzhausen

 

 

 

 

 

 

 

Frau Dr. Mira Clemens (Wohnhaus Homburger Platz 2, Ilmenau)
Das 1906 erbaute Haus gehört zum Ensemble der drei Jugendstil-Villen am heutigen Homburger Platz in Ilmenau.
Frau Dr. Clemens erwarb dieses schöne, aber damals völlig verwahrloste Haus im Jahr 1978. Es musste nach und nach innen uns außen, vom Dach bis in den Keller saniert werden.
Die fachgerechte Sanierung und die aufwendigen und kostenintensiven Arbeiten führten zu dem heute zu sehenden gelungenen Ergebnis. Das Haus ist nicht nur wieder ein architektonisches Schmuckstück geworden, sondern auch ein Haus der Begegnung für viele Menschen ganz unterschiedlicher Lebensbereiche.

<em></em>Wohnhaus Homburger Platz 2, Ilmenau

 

 

 

 

 

 

 

Anja Meyer und Joachim Oldekamp (Wohnhaus Am Bahnhof 3 Gräfenroda)
Die Abrissgenehmigung für diese repräsentative Villa aus dem Jahr 1888 musste bereits wegen nachgewiesener "Unwirtschaftlichkeit" erteilt werden, konnte jedoch mit der Verpflichtung verbunden werden, das Haus noch eine gewisse Zeit in die sogenannte "Denkmalbörse" des Landesamtes für Denkmalpflege einzustellen - ein Internetportal, wo interessierte Leute solche problematische denkmalgeschützte Objekte finden können, um sich ihrer anzunehmen.

Als fast niemand mehr daran glaubte, fanden sich Retter für das Objekt: Anja Meyer und Joachim Oldekamp. Sie haben inzwischen unter Mitwirkung des Architekturbüros djafari eurich Arnstadt bei der Planung und Ausführung viel Arbeit und Geld investiert, um dem Gebäude, das z. B. schon seinen Turm verloren hatte und dessen Balkon völlig desolat war, wieder den alten Glanz zu geben. Die Deckenmalereien im Innern waren geradezu sträflich überpinselt oder gar überklebt. Hier ist manches schon freigelegt, vieles aber haben sie sich noch vorgenommen.

<em></em>Wohnhaus Am Bahnhof 3, Gräfenroda

 

 

 

 

 

 

Anlässlich der Verleihung des Denkmalpreises wurden Frau Rosemarie Frey und Herr Reinhold Ullrich vom Freundeskreis zur Erhaltung der Traukirche von Johann Sebastian Bach in Dornheim mit der Ehrenamtscard geehrt. Sie organisieren Veranstaltungen, betreuen Führungen und gehören überhaupt zu den tragenden Säulen des Vereins, der bei der Pflege und Sanierung von Denkmalen durch eine örtliche Gemeinschaft Maßstäbe gesetzt hat.