Energiebericht des Jahres 2008
Die möglichen Einsparungen durch das Energiemanagement liegen nach den Erfahrungen bei 15 - 30 % des Energieeinsatzes, was auch größere Investitionen in Energiespartechnik rechtfertigt, da diese sehr schnell amortisiert sind.
Ziele des Energieberichts:
-
Erarbeitung eines einheitlichen Informations- und Kontrollinstruments für die Verwaltung
-
Übersichtliche nachvollziehbare Darstellung und Bewertung der Verbräuche, der Verbrauchskosten und der verbrauchsbedingten Umweltauswirkungen
-
Ermittlung von Verbrauchskennwerten, sowie Berechnung von flächenbezogenen klimabereinigten Verbräuchen
-
Darstellung der Schwachstellen im Gebäudebestand
-
Ableitung von Verbesserungen im organisatorischen und investiven Bereich
Im Energiebericht 2008, Schulen und Sporthallen des Ilm-Kreises, wurden die einzelnen Energieverbräuche und die Ergebnisse der diversen Aktivitäten zur Energie- und Wassereinsparung an 53 Schulen, einschließlich Sporthallen, insgesamt (Kurzbericht) und einzeln für jede Liegenschaft dargestellt. Beispieldarstellung für 3 Schulobjekte.
Die finanziellen Aufwendungen des Ilm-Kreises, zur Absicherung des Energiebedarfs der 53 Schulobjekte einschließlich der Sporthallen, betrugen im Jahr 2008 2.350.574,00 Euro.
- davon Heizungskosten 1.695.948,00 Euro
- für Strom 486.551,00 Euro
- für Wasser 168.075,00 Euro
Somit entfallen 72 % des finanziellen Aufwandes auf Heizungskosten, 20 % auf Stromkosten und 8 % auf Wasserkosten. Der Bericht lässt erkennen, dass trotz der Senkung des Gas- und Ölverbrauchs gegenüber dem Basisjahr 2003 die Kosten des Energieverbrauchs weiter angestiegen sind.
Die Kostensteigerungen betragen im Durchschnitt 17 % gegenüber dem Vorjahr und 45 % gegenüber dem Basisjahr 2003.
Dieser Trend kann nur durch den Einsatz alternativer Energien zur Wärmeerzeugung und moderner Beleuchtungsanlage durchbrochen werden, was aber ohne Neuinvestitionen nicht möglich ist. Der witterungsbereinigte Energieeinsatz zeigt, dass die Maßnahmen zur Überwachung des Energieverbrauchs erfolgreich waren und kein Nutzerbedingter Mehrverbrauch zu verzeichnen ist.
Durch den Vergleich des aktuellen Berichtsjahres mit dem Vor- bzw. Basisjahr (2003) wird die Entwicklung des Energieverbrauchs dokumentiert. Der Energiebericht ist damit ein Werkzeug zur langfristigen Kontrolle des Energieverbrauchs und darüber hinaus ein Instrument zur Vorbereitung von Energiesparmaßnahmen.
Die Schwerpunktaufgaben des Energiemanagement sind:
-
Erfassung der Energiedaten für Schulen und Sporthallen
-
Verbrauchsdatenerfassung und Auswertung für Verwaltungs- und Dienstgebäude des Landkreises
-
Umsetzung der Begrenzung des Energieverbrauches an Schulen sowie für Verwaltungsgebäude durch vorhandene Gebäudeleittechnik und die Erweiterung einzelner Anlagen
-
konsequente Ferienabsenkung bei Nichtbelegung der Gebäude
-
Einhaltung der vorgegebenen Raumtemperaturen der aufgeschalteten Objekte
-
Auswertung der Verbrauchsdaten, um bei Sanierungsmaßnahmen maximale Energieeinsparungen zu erreichen
-
Soft- und Hardware-Upgrade der im Einsatz befindlichen Gebäudeleittechnik
-
weitere konsequente Aufschaltung aller bisher vorgerüsteten Heizungsanlagen auf die zentrale Gebäudeleittechnik durchsetzen
-
Vorbereitung der Nachrüstung aller noch nicht berücksichtigten Heizungsanlagen zur Aufschaltung auf die zentrale Gebäudeleittechnik
-
Verbesserung des Schulungsstandes der Hausmeister beim Umgang mit der Heizungstechnik. Erhöhung der Anforderungen bei Ausschreibungen zur Vergabe bei Hausmeisterdiensten.
-
Enge Zusammenarbeit mit dem kaufmännischen Gebäude- und Liegenschaftsmanagement zur Vertragsgestaltung mit den Energieversorgern und Stadtwerken zu möglichen Angeboten und Vertragsumstellungen.
-
Nachrüstung von busfähigen Energiezählern in einzelnen Verbrauchsstellen zur Schaffung einer höheren Verbrauchstransparenz.
V. i. S. d. P. Manuel Löffelholz, Pressesprecher
Das kommunale Energiemanagement ist ein zentraler Schritt, um den Energiebedarf in den eigenen Liegenschaften systematisch zu senken.