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15.12.2009

Eröffnung der ersten Kindernotinsel in Arnstadt am 15. Dezember

Leider müssen auch Kinder im Ilm-Kreis immer wieder erleben, dass Angst und Gefahr zum Alltagsleben dazu gehören. Gerade in der Anonymität des öffentlichen Raumes sind Kinder Angriffen und Übergriffen vielfach schutzlos ausgeliefert. Hinzu kommt, dass sich Kinder - auch aufgrund schlechter Erfahrungen - mitunter nicht trauen, Erwachsene um Hilfe zu bitten.

Kinder in Not und Gefahr brauchen Hilfe und Unterstützung. Mit dem Ziel, Kinder in Notsituationen aktiv zu unterstützen, wurde vor wenigen Tagen in Ilmenau das 2002 von der Stiftung Hänsel+Gretel entwickelte Projekt "Notinsel" im Ilm-Kreis gestartet. In Arnstadt und Ilmenau wird ein flächendeckendes Netz von Notinseln angestrebt. Am 15.12.2009 wurde mit der Tourist-Information nun auch in Arnstadt die erste Notinseln eröffnet.

Alle Geschäfte mit dem Notinsel-Zeichen an der Tür bieten Kindern Zuflucht. Durch Anbringen des Notinsel-Symbols an der Tür oder im Schaufenster signalisieren sie Kindern: "Wo wir sind, bist du sicher." Die Mitarbeiter der Notinselstandorte erhalten eine Handlungsanweisung, die beschreibt, was im Ernstfall zu tun ist. So wird eine "Hilfskette" in Gang gesetzt.

Beteiligte Geschäfte setzen darüber hinaus ein deutliches Zeichen für den Kinderschutz und gegen potentielle Täter. Notinseln haben somit auch eine wichtige Präventivfunktion. Darüber hinaus regt das Projekt auch Lehrer, Erzieher und Eltern an, mit Kindern über mögliche Gefahren zu sprechen und Kinder auf Gefahren vorzubereiten.
Das Projekt "Notinsel" wird von der Stiftung "Hänsel und Gretel" bundesweit auf Städte, Gemeinden und Landkreise übertragen. Diese Verfahrensweise sichert ein bundesweit einheitliches Erscheinungsbild. Die Initiative für die Etablierung von "Notinseln" im Ilm-Kreis ging vom Arbeitskreis II des "Netzwerkes gegen Gewalt" aus. Die Trägerschaft und Projektkoordination hat das Jugendamt übernommen.

Das Projekt wird durch die finanzielle Unterstützung der Sparkasse Arnstadt-Ilmenau, der Städte Arnstadt und Ilmenau sowie des Landratsamtes ermöglicht. Für Geschäfte und Einrichtungen, die sich als Notinseln engagieren, entstehen dadurch keine Kosten.

Wollen auch Sie "Notinsel" werden?
Nichts leichter als das - wenden Sie sich dazu einfach an die Projektkoordinatorin Frau Höhlein

Projektkoordination/Ansprechpartnerin:

Telefon: 03628 738-628
Raum: 506
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V. i. S. d. P. Manuel Löffelholz, Pressesprecher