Fachkräfte von Morgen lernen schon heute im Ilm-Kreis für die Industrie 4.0
„Mit der 3D-Technik im Druck wie auch in der Planung wurde in der Industrie eine neue Zeitrechnung begonnen, die Industrie 4.0“, sagt die Landrätin. „Die Fachkräfte von Morgen sollen mit dieser Technologie ganz selbstverständlich umgehen. Wir bereiten sie schon jetzt darauf vor.“
Mit dem gemeinsamen Regionalbudget unterstützt das Regionalmanagement des Ilm-Kreises und des Landkreises Gotha ein Projekt des Vereins Solar-Dorf Kettmannshausen. „In über 3000 Bildungsstunden leistet der Verein jährlich eine herausragende Arbeit ab der Grundschule bis hin zur Berufsorientierung. Kinder werden durch die Arbeit des Vereines schon frühzeitig an Themen des Klimaschutzes, der Solartechnik oder der CO2-freien Energieerzeugung und -nutzung geführt“, lobt Landrätin Petra Enders das ehrenamtliche Engagement von Prof. Berthold Bley und seinem Team.
Die Schülerinnen und Schüler lernen beim Experimentieren, wenn sie Solarmodelle nach Anleitung bauen. „Um den Lernerfolg noch zu steigern, sollen die bisher analogen Montageanleitungen digitalisiert und in 3D-Technik animiert zur Verfügung gestellt werden. Das entspricht auch eher der modernen Lebenswelt der Kinder und reduziert den Zeitaufwand bei der Montage erheblich. Der Fokus liegt auf dem selbstständigen und experimentellen Lernen“, stellt Landrätin Petra Enders die Weiterentwicklung der Vereinsarbeit vor. „Als Landkreis unterstützen wir diese technische Erweiterung in der Bildungsarbeit des Vereines über unser Regionalbudget mit 28.500 Euro.“ Weitere finanzielle Unterstützung erhält der Verein unter anderem durch die Sparkasse Arnstadt-Ilmenau, Lottomittel des Wirtschaftsministeriums und vom Sparkassen- und Giroverband Hessen-Thüringen. Von dem Geld können entsprechende Tablets, Ladekoffer für die Tablets sowie Technik angeschafft werden. Zwei Montageanleitungen wurden bereits digitalisiert.
In einer Testphase sollen die digitalen Montageanleitungen ab September in 20 Grund- und Regelschulen im Ilm-Kreis und im Landkreis Gotha in einem Pilotprojekt eingeführt werden. „Die webbasierte, computergestützte Montageanleitung macht die Schüler*innen frühzeitig mit der neuen Technik vertraut, die später ihren Berufsalltag bestimmen wird. Per App lernen die Kinder, wie Solartechnik funktioniert und entdecken in der analogen Umsetzung ihren Mehrwert. Die Digitalisierung zieht nicht nur durch die technische Ausstattung in die Schulen, sondern auch durch das Engagement, wie es das Solar-Dorf Kettmannshausen seit Jahren leistet.“
www.solardorf.deAnja Kiesewetter vom Solar-Dorf Kettmannshausen präsentiert die 3D-animierte Montage eines E-Biker-Modells.
V. i. S. d. P. Doreen Huth, Büro Landrätin