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30.10.2020

Fledermäuse ziehen ins sanierte Quartier der Dosdorfer Kirche ein

In Dosdorf haben Umweltministerin Anja Siegesmund, Landrätin Petra Enders und die Stiftung Fledermaus am Freitag, 30. Oktober 2020, das frisch sanierte Fledermausquartier in der Kirche St. Otmar eingeweiht. „Die Fledermauskolonie in Dosdorf ist einmalig für Thüringen. Dass die Mausohren sich hier nach wie vor wohlfühlen, ist der Unterstützung und dem tatkräftigen Engagement vieler zu verdanken“, sagt Petra Enders.

Seit 36 Jahren ist die Kolonie der Großen Mausohren in der Kirche St. Otmar in Dosdorf bekannt. Über die Jahre verschlechterten sich der bauliche Zustand und damit die Lebensbedingungen für die streng geschützten Tiere. Die Stiftung Fledermaus konnte das Quartier dank Fördermitteln für Vorhaben zur Entwicklung von Natur und Landschaft nun sanieren und damit eine neue Wohlfühlstätte für sie schaffen. Zur Einweihung war auch Umweltministerin Anja Siegesmund zu Gast. „Seit 1984 hat sich unser langjähriger Sachgebietsleiter der Unteren Naturschutzbehörde, Andreas Thiele, um die Kolonie gekümmert. Ihn würde die heutige Wiedereinweihung des Quartiers nach der langen Sanierungszeit besonders freuen. Leider ist er viel zu früh in diesem Jahr verstorben“, würdigt Landrätin Petra Enders auch die engagierte Arbeit des ehemaligen Mitarbeiters.

Die Sanierung begann im Oktober 2019 und dauerte bis April 2020 an. Coronabedingt konnte das neu hergerichtete Domizil bisher nicht präsentiert werden. „Mittlerweile haben die Großen Mausohren ihre angestammte Stätte wieder zurückerobert. In der Dosdorfer Kirche wird die Kolonie auch weiterhin fachlich durch unsere Naturschutzbehörde betreut“, sagt Landrätin Petra Enders. Durch das Umweltministerium wurde die Sanierung mit 370.000 Euro unterstützt. Die Gesamtinvestition beläuft sich auf 550.000 Euro. Die Thüringer Aufbaubank kam für die Mehrkosten auf. „Für diese Unterstützung danke ich dem Land und der Aufbaubank. Sie haben mit ihrer Förderung einen wichtigen Beitrag für den Tierschutz geleistet. An der Umsetzung der Arbeiten waren vor allem Firmen aus der Region beteiligt.“

Die Turmspitze wurde den Bedürfnissen der Fledermäuse entsprechend von Grund auf neu errichtet. Zudem wurden die Treppen instandgesetzt und im Fachwerk des Turmes weitere Durchflugsmöglichkeiten geschaffen. „Dank der neu eingebauten Lichtschrankenanlage, welche durch die Interessensgemeinschaft Fledermausschutz und -forschung in Thüringen gefördert wurde, kann die Fledermauskolonie aktiv kontrolliert werden“, stellt Landrätin Petra Enders weitere bauliche Maßnahmen am Quartier vor.

Landrätin Petra Enders dankte in der Dosdorfer Kirche allen Unterstützer*innnen, die bei der Sanierung des Fledermausquartiers mitgewirkt haben.

V. i. S. d. P. Doreen Huth, Büro Landrätin