Seiteninhalt
28.09.2021

Frauenförderpreis 2021 geht an ein starkes Team

“Eigentlich wollten wir diesen Preis in einem größeren festlichen Rahmen übergeben und zwar am 8. März, dem Internationalen Frauentag. Wegen der Pandemie klappte das nicht. Aber wir freuen uns, dass wir das nun hier in ihrer wunderbaren Schule nachholen können.“ sagte Landrätin Enders.

Der Frauenförderpreis wird von der Landrätin Petra Enders und der Gleichstellungsbeauftragten des Kreises, Isabell Hennig, an drei engagierte Frauen übergeben, die seit über 20 Jahren einen ganzheitlichen Beschulungs- und Lernansatz vertreten.

Kerstin Beyer      (Primarstufe und Stufe 5/6 der Sekundarstufe I)
Gundula Rieche  (Stufen 7/8 und 9/10 Sekundarstufe I, Sekundarstufe II)
Claudia Müller     (Prüfungsvorsitz Gymnasiale Oberstufe).

Gundula Rieche sagte:
"Die Idee, Was brauchen Kinder zum Lernen? Wie soll unser Schulkonzept aussehen? Diese Fragen stellten wir uns als Elterninitiative Mitte der 90er Jahre. In Franz von Assisi fanden wir eine Person, die die Werte verkörperte, die heute tragende Säulen unseres Konzeptes sind:

  • Jedes Kind ist einzigartig und hat individuelle Bedürfnisse.
  • Um eigene Lebenskonzepte zu entfalten, brauchen Kinder Mut und Phantasie.
  • Jeder übernimmt Verantwortung für sich selbst und den Nächsten.
  • Kinder wollen die Natur mit allen Sinnen entdecken.
  • Unsere Umwelt und unser Leben sind wertvoll. Wir schützen sie.
  • Wir lernen und leben mit- und füreinander.

Diese christlichen Grundwerte leben wir bis heute in unserem Schulalltag.
Ganzheitlich miteinander und voneinander lernen – das ist unser Motto."

Im Mittelpunkt der Schule steht das individuelle, eigenverantwortliche und selbsttätige Lernen jedes Kindes. Statt reiner Wissensvermittlung geht es darum, den natürlichen Wissensdrang der Schülerinnen und Schüler zu nutzen und ihnen Lern- und Problemlösungstechniken zu vermitteln, die ihnen ein effektives, lebenslanges Lernen ermöglichen. Das Denken in Zusammenhängen wird im fächerverbindenden Projektunterricht geschult, Teamarbeit statt Konkurrenzdenken gefördert. Ziel des Konzeptes ist es, dass sich die Heranwachsenden Stück für Stück zu kreativen, selbstbewussten, verantwortungsvollen, sozial und ökologisch denkenden und handelnden Persönlichkeiten entwickeln. (https://www.assisi-schule.de/lernen/)

Beispiele für gelebte Partizipation im Schulalltag der Franz von Assisi Schule Ilmenau:

  • Montags- und Freitagskreis mit tiefgründigen Gesprächsrunden zu lehrplan- und/ oder 

  lebensweltorientierten Themen (z.B. Kinderarbeit in Indien)

  • Spendenkampagne für die Rosi-Gollmann-Andheri-Stiftung (die auf Grundlage der 

  lebensweltorientierten Gesprächskreise beruhen und im Rahmen des Sommerfestestes  

  eigeninitiativ von den Schüler*Innen initiiert wurden)

  • Projekttagen und -wochen sowie deren Präsentation zu nennen (z.B. Waldwoche, Projekt „Auf den Spuren starker Frauen“- ein Pilgerweg von Erfurt nach Paulinzella)
  • dem Alltagstraining für SchülerInnen mit pädagogischen Förderbedarf, etc.

 
und Teambuildingmaßnahmen des Kollegiums im Rahmen der Teamtage und Mediation.

Landrätin Enders: „Es liegt auf der Hand, dass solche Projekte nur initiiert werden können, weil sie von einer Schulleitung/ Führungsteam mitgetragen und gelebt werden.

Sie sind Vorbild für die Schüler*innen und für das multiprofessionelle Team und regen an, kreative und vor allem neue Wege zu gehen. Dabei ist es erwünscht, Fehler zu machen, um aus jener Erfahrung sich neu kennenzulernen und in der eigenen Persönlichkeit zu wachsen.

Mit der Auszeichnung Frauenförderpreis des Ilm-Kreises 2021 erfährt das besondere Engagement von Frau Kerstin Beyer, Frau Gundula Reiche und Frau Claudia Müller eine gebührende Würdigung und Wertschätzung.“


V. i. S. d. P. Melanie Tippel, Büro Landrätin