Gedenkveranstaltung im Jonastal
Am 5. April 1945 wurde das Sonderlager S III des KZ Buchenwald im Jonastal bei Arnstadt von amerikanischen Truppen befreit. Aus diesem Anlass findet jährlich in diesem Zeitraum eine Veranstaltung statt, die dem Gedenken derer gewidmet ist, die in den Jahren 1944 und 1945 hier Sklavenarbeit leisten mussten, die gequält und ermordet wurden. Landrat Dr. Kaufhold konnte bei der diesjährigen Veranstaltung am 31. März wieder zahlreiche Teilnehmer, unter ihnen den Konsul der Russischen Förderation Stanislav Jemeljanow begrüßen.
In seiner Ansprache verband er das Gedenken an die zahlreichen Opfer mit der Mahnung, alles zu tun, dies nie wieder zuzulassen. Eine solche Forderung habe nichts an Aktualität verloren, im Gegenteil. Jüngste Ereignisse zeigten, dass die Neonazis in ihrem Auftreten brutaler werden, in ihren Taktiken aber auch subtiler und damit gefährlicher. So lange die NPD als demokratische Partei gelte, kann Sie auf die Wahrnehmung demokratischer Rechte pochen, und das tue sie mit Geschick. Diese Partei jedoch, so forderte Kaufhold, gehöre dringend auf den Prüfstand hinsichtlich der Vereinbarkeit ihrer Ziele und ihres Vorgehens mit dem Grundgesetz.
Kaufhold hob insbesondere den Jonastalverein hervor, dessen gründlicher Recherche unser heutiges Wissen um die Vorgänge in diesem Lager zu verdanken ist. In der „Geschichtsinsel“ im Arnstädter historischen Bahnbetriebswerk, Rehestädter Weg 4, hat der Verein ein Dokumentationszentrum eingerichtet, das das damalige Baugeschehen im Jonastal wie auch das Leben der Häftlinge in den Lagern zum Inhalt hat.
Weitere Informationen auf den Webseiten des Jonastalvereins
Foto: M. Löffelholz