Gesundheitsamt berät und untersucht ihr Trinkwasser im Rahmen des Thüringer Programms "Bleirohre in der Hausinstallation"
Seit Anfang Januar können Schwangere, junge Frauen und Eltern mit Säuglingen und Kleinkindern, die zur Miete wohnen, ihr Trinkwasser kostenlos auf Anteile von Blei kontrollieren lassen. Möglich macht dies das Untersuchungsprogramm "Bleirohre in der Hausinstallation" des Thüringer Gesundheitsministeriums in Zusammenarbeit mit dem Landesamt für Lebensmittelsicherheit und Verbraucherschutz und den Thüringer Gesundheitsämtern.
Blei ist ein Nerven- und Blutgift welches sich besonders in den Knochen anreichert und nur sehr langsam aus dem Körper wieder ausgeschieden wird. Gerade Schwangere und Mütter mit kleinen Kindern sind gefährdet, denn in der Schwangerschaft und beim Stillen kann von der Mutter aufgenommenes Blei auf das Kind übertragen werden. Kinder scheiden Blei wesentlich schlechter wieder aus als Erwachsene und sind somit als besondere Risikogruppe anzusehen.
Ob in einem Wohnhaus Bleirohre vorhanden sein können, hängt stark vom Baujahr des Hauses ab und ob eine Sanierung der Rohrleitungen durchgeführt wurde. Bei unsanierten Objekten sind vor 1945 Bleirohre häufig verwendet worden. Bis 1973 wurden teilweise noch Bleirohre verbaut und ab 1973 sind Bleirohre eher unwahrscheinlich.
Kostenlose Wasserprobe für Mieter: Gehören Sie zum genannten Personenkreis, können sie Ihr Trinkwasser auf Blei untersuchen lassen. Das Gesundheitsamt des Ilm-Kreises berät sie dazu gern:
Adresse exportieren
V. i. S. d. P. Manuel Löffelholz, Pressesprecher