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19.11.2009

Hinweise zur Neuen Influenza A/H1N1

In Deutschland setzt sich der rasche Anstieg der gemeldeten Erkrankungen an Neuer Influenza A (H1N1) fort und es liegt bereits eine bundesweit erhöhte Aktivität an akuten respiratorischen Erkrankungen (Erkältungskrankheiten) vor, wie wir es sonst in den Monaten Januar und Februar hatten.

Die aktuelle Situation erfordert eine grundlegende Anpassung der Strategie mit dem Ziel der Folgenminderung. Im Vordergrund stehen jetzt die Impfungen und die frühe Therapie der Erkrankten mit einem erhöhten Risiko.

Nur bei untypischen Beschwerden oder Krankheitsbildern bei Geimpften, bei Verschlechterung unter Behandlung oder bei älteren Menschen ist eine Diagnosesicherung weiter durch Labornachweis notwendig.

Aktuell wird empfohlen, dass alle Erkrankten, Kinder und Erwachsene, mindestens bis 1 Tag nach Entfieberung (Ausbleiben des Fiebers) zu Hause bleiben.

Beschäftigte mit beruflichem Kontakt zu vulnerablen (besonders empfindlichen) Gruppen, wie

  • Schwangere,
  • Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung infolge eines Grundleidens, wie z. B.:
    - chronische Erkrankung der Atemwege (inklusive Asthma und COPD),
    - chronische Herz-Kreislauf-, Leber- und Nierenerkrankungen,
    - Diabetes und andere Stoffwechselkrankheiten,
    - multiple Sklerose mit durch Infektionen getriggerten Schüben,
    - angeborene oder erworbene Immundefekte,
    - starke Adipositas.

sollten hingegen 7 Tage zu Hause bleiben.

Kontaktpersonen werden aufgefordert auf Krankheitssymptome zu achten und bei Auftreten dieser keine Gemeinschaftseinrichtungen zu besuchen. Erkrankte mit Grundleiden oder einem erhöhten Risiko für schweren Verlauf siehe vulnerable Gruppen sollen frühzeitig einen Arzt aufsuchen.

Insbesondere Kinder und Jugendliche sollen aufgefordert werden, auf Hygiene zu achten.
Die bereits im Umlauf befindlichen Maßnahmen zu Hygieneregeln in Gemeinschaftseinrichtungen (z. B. "Wir gegen Viren") sollten dringend umgesetzt werden.

Die generelle Anwendung von viruziden Händedesinfektionsmitteln in Gemeinschaftseinrichtungen wird nicht empfohlen.

V. i. S. d. P. Manuel Löffelholz, Pressesprecher