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18.06.2012

Hinweisschilder an Grenzsteinen am Rennsteig

Zur Vorgeschichte:

  • Der Thüringer Rennsteig ist als Denkmalensemble im Thüringer Denkmalbuch eingetragen. Der Verlauf des Rennsteiges wird in allererster Linie durch eine unterschiedlich vollständig erhaltende Folge von Grenzsteinen verschiedenen Alters, unterschiedlicher Gestaltung und unterschiedlicher rechts- und territorialgeschichtlicher Bedeutung markiert. Diese Steine werden im Volksmund oft als "Rennsteigsteine" bezeichnet und bilden die zahlenmäßig am häufigsten vertretende Gattung von Kulturdenkmalen.
  • Nachweislich sind von den ursprünglich 1007 Grenzsteinen auf dem gesamten Rennsteig nur noch ca. 800 Ländergrenzsteine vorhanden. Hauptverursacher dafür sind Forstwirtschaftsbetriebe, Versorgungsunternehmen und die mit der Instandhaltung der Loipen beauftragten Gemeinden und Vereine. Besonders die an den Wegrändern sitzenden Steine sind den meisten Gefahren ausgesetzt.
  • Der Thüringer Rennsteigverein e. V. Neustadt am Rennsteig unter Vorsitz von Herrn Manfred Kastner als Vereinigung von Natur- und Wanderfreunden, tritt für die Erhaltung des Rennsteiges im Thüringer Wald ein und zeichnet sich für die Erfassung der alten Grenz- und Gedenksteine verantwortlich. Als wiederholt 2009 Steine durch Forstfahrzeuge zerstört wurden, bat er beim Landratsamt um Unterstützung.
  • Es entstand die Idee, die alten Grenzsteine durch weit sichtbare Hinweispfähle zu kennzeichnen, sie sollen z.B. bei Waldarbeiten die oft ortsfremden Fahrer zum vorsichtigen Fahren veranlassen, außerdem sind sie selbst bei hohem Schnee weit sichtbar.

Nun zum eigentlichen Problem:

Im Bereich des  Ilm-Kreises wurden zwischen 2009 und 2010 insgesamt 72 Schilder aufgestellt, davon sind jetzt nach 2 ½ Jahren nur noch 18 Stück vorhanden. Es wurden 29 einzelne Schilder und 25 Schilder incl. Pfosten gestohlen. Bei der Polizei wurde durch den Verein bereits Anzeige gegen Unbekannt erstattet.
Mit so einer Entwicklung hat keiner gerechnet, sollte doch eigentlich die Aktion der Zerstörung der Steine entgegen wirken und nicht Kriminelle anspornen. Die Öffentlichkeit sollte darauf aufmerksam gemacht werden, um sie für das Thema zu sensibilisieren und um mehr Aufmerksamkeit zu bitten.

V. i. S. d. P. Manuel Löffelholz, Pressesprecher