ICE-Trasse - Straßenumverlegung, Tunnelbau und Straßenerneuerung Möhrenbach
Auf Einladung des stellvertretenden Landrates, Herrn Rainer Zobel, trafen sich am 27. Juli 2009 Vertreter der Deutschen Bahn-ProjektBau GmbH und der ARGE zum Bau der Straßenumverlegung zwischen Möhrenbach - Hohe Tanne und der nächsten ICE-Tunnelbauten mit Vertretern der beiden Verwaltungsgemeinschaften "Langer Berg" und "Großbreitenbach" und die Bürgermeister von Gehren, Möhrenbach und Großbreitenbach im Gehrener Rathaus und haben nochmals die aktuellen Fragen zur Straßenumverlegung der L 1047 zwischen Möhrenbach und Hohe Tanne und die absehbaren Folgen der beginnenden Tunnelbauten besprochen.
Die Vorsitzende der Verwaltungsgemeinschaft "Langer Berg", Frau Beate Misch, und die Bürgermeisterin von Großbreitenbach, Frau Petra Enders mahnten eingangs umfassendere und frühzeitigere Informationen durch die Deutsche Bahn als Bauherren und durch die bausausführende ARGE an.
So hatte es zwar Informationsveranstaltungen zu den geplanten Tunnelbaumaßnahmen gegeben, das Thema der Straßenumverlegung zwischen Möhrenbach und Hohe Tanne und die damit verbundene geplante Vollsperrung für einen Zeitraum von bis zu vier Wochen war dabei jedoch nicht erörtert worden. Die Vertreter der Deutschen Bahn und der ARGE versicherten, dass dieses keine Absicht, sondern schlicht der Besprechung der Vielzahl von anderen Fragen geschuldet war.
In der Beratung im Gehrener Rathaus wurde so den Kommunalen Vertretern die Straßenbaumaßnahme nochmals erläutert und es wurden Fragen diskutiert, wie man die damit einhergehenden Belastungen minimieren kann.
Es wurde Einigkeit erzielt, dass nach nochmaliger Abstimmung vor Ort die Wendestelle in Möhrenbach für Busse und gegebenenfalls für "verirrte LKW" durch die ARGE nachgebessert wird.
Auf Forderung der Bürgermeisterin aus Großbreitenbach wurde auch nochmals durch die Vertreter von Deutscher Bahn und ARGE zugesichert, dass den betreffenden Kommunen ein detaillierter Bauablaufplan zum Tunnelbau vorgelegt wird, sobald sich Deutsche Bahn und ARGE darin einig sind.
Bürgermeisterin Enders hinterfragte auch nochmals die Notwendigkeit der Vollsperrung, besonders unter dem Aspekt, dass in die Sperrzeit auch der Kram- und Kräutermarkt in Großbreitenbach am 16. / 17. August fällt und damit eine schwierige Erreichbarkeit zu erwarten sei.
Durch die Vertreter der Deutschen Bahn und der ARGE wurde zum Ausdruck gebracht, dass die vorgesehene ausgeschilderte Umleitung über Pennewitz - Gillersdorf eine Streckenverlängerung von ca. sieben Kilometern mit sich bringt und neben offenen Haftungsfragen und der Absicherung von Rettungswegen auch zu erwarten sei, dass die Standzeiten an einer Bauampel gegebenenfalls länger ausfallen und damit zu noch größerem Unmut führen könnten.
Friedhelm Grün, zuständiger Mitarbeiter im Straßenverkehrsamt des Ilm-Kreises machte zudem darauf aufmerksam, dass versucht wird, im Zeitraum der Baumaßnahmen zwischen Möhrenbach und Hohe Tanne möglichst auch gleichzeitig die dringend notwendige Fahrbahnerneuerung der L 1047 in Möhrenbach und zwischen Möhrenbach und Gehren mit durchzuführen.
Diese Maßnahmen, in Verantwortung des Straßenbauamtes, machen in jedem Fall eine halbseitige Bauweise mit Ampelregelung notwendig, um die Erreichbarkeit von Möhrenbach zu sichern. Grundsätzlich werden diese Baumaßnahmen auch von allen Beteiligten begrüßt, da sie längst überfällig sind. Auch der Versuch, diese Maßnahmen möglichst zeitgleich zu koordinieren, wurde von allen begrüßt. Insofern würde allerdings eine weitere Ampelregelung auf der Strecke Gehren-Großbreitenbach an der Umverlegung vor der Hohen Tanne doppelt kritisch zu hinfragen sein.
Durch Deutsche Bahn und ARGE wurde auch hierzu eine weitere Untersuchung und Abstimmung zugesichert.
Auf Nachfrage erklärte zwischenzeitlich das Straßenbauamt, dass man sich zur Deckenerneuerung in Möhrenbach und zum Ausbau der L 1047 zwischen Gehren und Möhrenbach in akuten Vorbereitungsarbeiten befinde, die Arbeiten auch möglichst parallel durchgeführt werden sollen, ein Baubeginn am 3. August jedoch nicht möglich sei. Auch hierzu werden alle Beteiligten zeitnah aktuell informiert.
Die permanente gegenseitige Information war ohnehin das beherrschende Thema bei der Verständigung in Gehren. Der stellvertretende Landrat, Herr Rainer Zobel, umschrieb diesen Anspruch mit seinem Vermittlungsziel, dass es hilfreicher und zielführender ist, über einen kurzen Draht miteinander zu reden als immer wieder nur vorwurfsvoll übereinander zu reden. In diesem Sinne muss die Verständigung weitergehen.
V. i. S. d. P. Manuel Löffelholz, Pressesprecher