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29.01.2009

Influenza-Situation im Ilm-Kreis

Gegenüber den letzten beiden Jahren, die relativ mild verliefen, gibt es in dieser Saison, seit dem Jahreswechsel deutlich erhöhte Zahlen an akuten respiratorischen Erkrankungen (Erkältungskrankheiten) und auch vermehrte Influenza- Meldungen. Insgesamt deutet sich sowohl bundesweit, wie auch in Thüringen eine erhöhte Influenza- Aktivität an.

Im Januar wurden dem Gesundheitsamt bereits schon über 50 Influenza-Nachweise gemeldet. Ermittlungen des Gesundheitsamtes ergaben, dass alle Altersgruppen betroffen sind. Vor allem jedoch Patienten, die nicht geimpft waren. Nach Angaben von Thomas Schulz, Sprecher des Thüringer Gesundheitsministeriums, bestehe aber kein Anlass zur Panik: "Wir haben keine Epidemie, sondern eine jahreszeitlich normale Häufung von Viruserkrankungen." Die derzeitigen Zahlen erscheinen deshalb ungewöhnlich hoch, weil Thüringen in den letzten beiden Jahren weitgehend von der Grippe verschont wurde.

Präventive Maßnahmen
Zu den wirksamsten präventiven Maßnahmen gehört die Schutzimpfung gegen Influenza, die jährlich, vorzugsweise in den Monaten Oktober und November, durchgeführt werden sollte. Im Fall einer drohenden Grippewelle ist eine Impfung aber auch noch später möglich und sinnvoll, zumal mit dem Ende der Grippesaison erst gegen März zu rechnen sei. Die Impflinge sollten dann aber darauf hingewiesen werden, dass die volle Ausbildung eines Impfschutzes etwa 2 Wochen benötigt. Sonst gesunde Menschen sind durch die Impfung - bei guter Übereinstimmung der Impfstämme mit den zirkulierenden Stämmen - bis zu 90% vor Erkrankung durch Influenza geschützt. In der älteren Bevölkerung ist die Schutzrate vor Erkrankung aber etwas geringer. Dennoch ist die Impfung gerade in dieser Altersgruppe besonders wichtig, da die Impfung vor allem bei Älteren wesentlich dazu beitragen kann, Komplikationen, Hospitalisierungen und Todesfälle durch Influenza zu reduzieren sowie den Krankheitsverlauf deutlich abmildert. Durch vitaminreiche Ernährung, ausreichend Schlaf und viel Aufenthalt an frischer Luft kann die Abwehrmöglichkeit des Körpers zusätzlich gestärkt werden.

Maßnahmen bei Patienten und Kontaktpersonen
Aufgrund der Übertragbarkeit der Influenza durch Kontakt bzw. durch Tröpfcheninfektion sollte der Patient (mit begründetem Verdacht bzw. mit nachgewiesener Infektion) durch folgende Maßnahmen die Verbreitung der Erreger vermindern:

  • Bedeckung von Mund und Nase beim Husten / Niesen
  • Beachtung einer sorgfältigen Händehygiene

Grundsätzlich sollen respiratorische Sekrete in Einwegtüchern aufgenommen und anschließend hygienisch entsorgt werden.
Bei der Pflege von Familienmitgliedern zu Hause ist zu beachten, dass ungeimpfte und individuell besonders gefährdete Personen (z. B. Säuglinge, alte Menschen, Abwehrgeschwächte, chronisch Kranke) von erkrankten Personen ferngehalten werden sollen.

V. i. S. d. P. Manuel Löffelholz, Pressesprecher