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17.04.2020

Land öffnet schrittweise Schulen und Kindertagesbetreuung

Am Mittwoch, 15. April 2020, gab es eine Telefonschaltkonferenz der Bundeskanzlerin mit den MinisterpräsidentInnen der Länder. Die Landesregierung hat daraus einige Schlussfolgerungen gezogen und mit den Landkreisen und kreisfreien Städten am Donnerstag, 16. April 2020, besprochen, die auch auf den Ilm-Kreis Auswirkungen haben werden.

"Die erste Pandemiewelle ist erst einmal durch. Doch ein Ende ist noch lange nicht absehbar, auch wenn uns das momentan so erscheint. Passen Sie also weiter auf sich auf und nehmen Sie die Regelungen des Bundes, des Landes und Ihres Landkreises ernst", sagt Landrätin Petra Enders.

Das Land plant, zunächst die Schulen wieder stufenweise zu öffnen. Ab 27. April 2020 wird der Unterricht in den Schulen für einzelne Schülergruppen wieder aufgenommen. Das betrifft die AbiturientInnen, die vor den Prüfungen stehen. "Als Schulträger stellt uns das vor große Herausforderungen. Das bedeutet, dass wir die Schülerbeförderung und die Hygienevorschriften gemäß des Infektionsschutzes absichern müssen. Hier zahlt es sich aber aus, ein kommunales Bunsunternehmen zu haben, dass Lösungen auf kurzen Wegen und in eigener Hand ermöglicht." Das Land ist zuständig für den Unterricht und die schulorganisatorischen Maßnahmen. Ab 4. Mai 2020 sollen die weiteren Abschlussklassen an Grundschulen, Regelschulen, Gemeinschaftsschulen, Förderschulen und Berufsschulen folgen. Bis 2. Juni 2020 plant das Land, den Unterricht in allen Schulen in verschiedenen Varianten anzubieten.

Das Land hat angekündigt, die konkrete Ausgestaltung der Stufen in den nächsten Tagen bekanntzugeben. Gleiches gilt für die Kindertagesbetreuung. Sie soll im Mai schrittweise wieder geöffnet werden. Auch hier werden die konkreten Regelungen im Land noch erarbeitet. Die Landesregierung plant, die Eltern frühzeitig zu informieren.
 
Großveranstaltungen sind bis zum 31. August 2020 untersagt. Was eine Großveranstaltung ist, ist aber noch nicht definiert. "Auch hier hoffe ich, dass das Land konkrete Aussagen macht. Nur so kann auch uns eine Einschätzung zu Veranstaltungen gelingen. Es würde auch der Vereins- und Kulturlandschaft im Ilm-Kreis die dringend nötige Klarheit geben. In einer Krise brauchen wir jetzt allgemein sichere, klare und eindeutige Ansagen."

Eine Rechtsverordnung des Landes ist für das Wochenende angekündigt.L

Landratsamt Ilm-Kreis, Ritterstraße 14, Arnstadt

V. i. S. d. P. Doreen Huth, Büro Landrätin