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22.07.2022

Landrätin Petra Enders: Gaskrise ist hausgemacht - Sie trifft die Ärmsten der Armen in Deutschland

Vor dem Hintergrund der aktuellen Gaskrise in der Bundesrepublik, die durch Sanktionen der Bundesregierung gegen Russland ausgelöst wurde, kritisiert Landrätin Petra Enders die mangelnde Weitsicht in Berlin: „Die Sanktionen sind hausgemacht und entwickeln sich jetzt zu einem Bumerang, der vor allem die kleinen Leute in unserem Land trifft. Denn sie sind es, die die Berliner Entscheidungen ausbaden müssen. Die Gaspreise explodieren, Stromkosten werden nachziehen. 

Alles, was der Regierung dazu einfällt ist: Die Menschen sollen bei der Energie sparen, sparen, sparen. Trotzdem müssen sie tief in ihre Geldbörse greifen. Das ist politisch nicht zu vermitteln!“ Enders: „Die Versorgung mit Energie gehört zu den grundlegenden Aufgaben der Daseinsfürsorge und damit in öffentliche Hand statt in die Verantwortung großer Konzerne. Nur so können finanzielle Folgen der Gaskrise abgemildert werden. Eine Regulierung der Gaspreise über Verstaatlichung ist notwendig, um die Belastungen für die Bevölkerung zu reduzieren“, fordert Landrätin Petra Enders und betont: „Wir haben schon jetzt viele Familien, die finanziell nicht über die Runden kommen, obwohl beide Eltern voll arbeiten. Hier muss sich politisch dringend etwas ändern, um Menschen mit kleinen Einkommen nicht in den Ruin zu treiben!“

„Gerade sozial schwache Menschen sind besonders betroffen. Die Regelsätze für das SGB II sind nicht mehr zeitgemäß und müssen dringend angepasst werden, um die Bürgerinnen und Bürger nicht ins soziale Elend zu treiben!“

Ähnliche Befürchtungen hegt Landrätin Petra Enders hinsichtlich der Seniorinnen und Senioren, die aufgrund gebrochener Lebensbiografien, geringer Löhne und langer Zeiten der Arbeitslosigkeit mit sehr wenig Rente auskommen müssen. „Die Lebenshaltungskosten steigen permanent. Dadurch wird die Luft bei älteren Menschen mit schmalem Geldbeutel immer dünner. Sie trifft es jetzt besonders hart, sodass immer mehr Seniorinnen und Senioren Leistungen zur Grundsicherung nach SGB XII benötigen werden. Ob die permanent steigenden Kosten damit aufgefangen werden können, ist fraglich. Hier muss seitens des Bundes dringend nachgesteuert werden“, sagt Petra Enders und fordert außerdem schnellstmögliche Anpassungen des Wohngeldes.

V. i. S. d. P. Anke Roeder-Eckert, Büro Landrätin