Landrätin Petra Enders fordert erneut Bahnhalt in Ilmenau Ost zur wirtschaftlichen und touristischen Stärkung der Region
„Wenn der Regionalverkehr ab 2023 auf der ICE-Strecke zwischen Nürnberg und Erfurt unterwegs ist, wäre es das falsche Signal, einfach an Ilmenau vorbeizufahren“, betont Landrätin Petra Enders und verweist auf die immens hohen Baukosten der ICE-Trasse in Milliardenhöhe, in deren Zuge massive Eingriffe in die Landschaft, die Natur und den Naturschutz erfolgten, ohne, dass die Region davon hätte profitieren können. „Ein Regionalhalt fängt das zumindest zum Teil auf und eröffnet neue Perspektiven für die Region“, sagt sie.
Bereits im Jahr 2012 hatte der Ilm-Kreis gegen den Wegfall des geplanten Haltepunktes in Ilmenau Ost auf der ICE-Trasse Nürnberg-Erfurt geklagt. Das Thüringer Oberverwaltungsgericht hatte damals in seiner Begründung festgelegt, dass, wenn Regionalverkehr auf der Strecke bestellt wird, die Bedingungen so zu schaffen sind, dass der Haltepunkt jederzeit nachgerüstet werden und in Betrieb gehen kann.
„Ab 2023 werden nun Regionalzüge auf der Strecke fahren. Ich erwarte, dass die im Zuge des Baus der ICE-Trasse gegebenen Zusagen von Bund und Bahn eingehalten werden und der Haltepunkt nachgerüstet wird“, fordert Landrätin Petra Enders.
„Wenn der Regionalverkehr ab 2023 auf der ICE-Strecke zwischen Nürnberg und Erfurt unterwegs ist, wäre es das falsche Signal, einfach an Ilmenau vorbeizufahren“, betont Landrätin Petra Enders und verweist auf die immens hohen Baukosten der ICE-Trasse in Milliardenhöhe, in deren Zuge massive Eingriffe in die Landschaft, die Natur und den Naturschutz erfolgten, ohne, dass die Region davon hätte profitieren können. „Ein Regionalhalt fängt das zumindest zum Teil auf und eröffnet neue Perspektiven für die Region“, sagt sie.
In einer Stellungnahme des Ilm-Kreises zur Potenzialstudie Bahnhalt Ilmenau Ost an das Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft begründet sie: „Aus Sicht des Ilm-Kreises ist die bahntechnische Anbindung des Haltepunktes ‚Ilmenau Ost‘ als Interregio-Halt von großer Bedeutung für die wirtschaftliche und touristische Erschließung des gesamten südlichen Ilm-Kreises, sowohl, um Fachkräften und Pendlern ein attraktives Angebot zu unterbreiten als auch, um den Tourismus im Biosphärenreservat Thüringer Wald und in der Rennsteigregion nachhaltig zu fördern.“
Im südlichen Ilm-Kreis sind die Rennsteigregion und das Mittelzentrum Ilmenau bisher infrastrukturell unzureichend an die Schiene angebunden. Die Gewerbestandorte im Geratal, in Ilmenau und Großbreitenbach würden von dem Bahnhof ebenso profitieren wie die Technische Universität oder die Tourismusregion Thüringer Wald.
„Wir brauchen den Bahnhalt, um Südthüringen an den bayrischen Raum anzubinden und auch für potenzielle Studenten der TU Ilmenau attraktiver zu gestalten. Die Verknüpfung des Bahnhaltes mit dem öffentlichen Straßenpersonennahverkehr (STPNV) wäre die perfekte Basis, um Synergien für die gesamte Region zu schaffen“, sagt Landrätin Petra Enders.
Unterstützt wird ihr Anliegen durch den Oberbürgermeister von Ilmenau, Daniel Schultheiß, sowie durch den Präsidenten der Technischen Universität, Prof. Kai-Uwe Sattler.
Als Wachstumsmotor der Thüringer Wirtschaft ist der Ilm-Kreis auf einen weichen Standortfaktor wie den Regionalhalt für die Fachkräftegewinnung angewiesen. Der Schienenverkehr ist die umweltfreundliche Alternative zum Straßenverkehr. Zwar ist der Ilm-Kreis durch zwei Autobahnen und viele ausgebaute Bundesstraßen sehr gut erschlossen und angebunden. Doch die Auslastung der Straßen ist erreicht. Durch die Nutzung der ICE-Strecke im Regionalverkehr, verbunden mit einem Haltepunkt im Ilm-Kreis, könnte eine Entlastung auf den bereits verstopften Straßen erreicht werden. Darüber hinaus könnten Pendlern neue, klimafreundliche Perspektiven eröffnet werden.
V. i. S. d. P. Anke Roeder-Eckert, Büro Landrätin