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09.03.2012

Landrat spricht sich für die Förderung der Sportvereine aus

Sehr verwundert war Landrat Benno Kaufhold gestern über die Absicht des Sozialministeriums, die Förderung für die Schulsporthallen abrupt herunterzufahren. Dies würde für unseren im Investitionsplan 2012 - 2014 vorgesehenen Neubau der Sporthalle in Stadtilm bedeuten, dass bei einer Gesamtausgabe von 2,3 Mio. Euro eine Förderung von 440.000 Euro Landesmittel ausbleiben. Diese Lücke müsste aus Eigenmitteln des Kreises geschlossen werden. 

Nach den Ergebnissen des aktuellen Prüfberichts des Thüringer Rechnungshofes reichen die vom Freistaat zur Verfügung stehenden Mittel für den Sporthallenbau bei weitem nicht aus. Der Rechnungshof empfiehlt daher den Schulträgern die Nutzung von weiteren staatlichen Förderprogrammen wie beispielsweise der Sportstättenförderung des Sozialministeriums. Umso unverständlicher ist es, dass das Sozialministerium beabsichtigt diese Förderung für Schulsportanlagen zu streichen.

Landrat Benno Kaufhold sprach sich für die Beibehaltung der derzeitigen Förderpraxis aus: "Etwa 20 % unserer Einwohner sind in Sportvereinen aktiv - wir müssen daher unsere Sportvereine, die so wichtig für das gesellschaftliche Leben sind, fördern und dürfen sie nicht noch weiter mit Kosten belasten." Laut Thüringer Sportfördergesetz ist den Vereinen die Nutzung der Sportanlagen derzeit unentgeltlich zu gewähren - dieses Gesetz müsste zunächst geändert werden, damit Gebühren von den Vereinen verlangt werden können. Die Entscheidung, ob Vereine im Ilm-Kreis künftig Nutzungsgebühren für die kreiseigenen Hallen zahlen müssen, hat der Kreistag zu entscheiden.

V. i. S. d. P. Manuel Löffelholz, Pressesprecher