Pressemitteilung zu Schäden durch Sturmtief "Emma" am 01. / 02.03.2008 im Ilm-Kreis
Entsprechend der Sturmwarnungen des Deutschen Wetterdienstes vom Freitag, den 29.02.2008 trafen die Ausläufer des Sturmtiefs "Emma" den Ilm-Kreis besonders am Sonnabend, den 01.03.2008 in den Morgenstunden.
Die Feuerwehren und Kommunen des Ilm-Kreises und alle relevanten Behörden waren entsprechend vorgewarnt und standen quasi in Bereitschaft.
Am Sonnabend früh traten dann Schäden in Arnstadt an Wohnhausdächern, auf der "Hohen Warte" bei Elgersburg am Funkturm, in Wülfershausen und in Pennewitz an Telekom-Masten sowie Störungen der Stromversorgung in Geschwenda, Langewiesen und Gehren / Pennewitz auf.
Des Weiteren gab es erneut viele Schäden und Beeinträchtigungen durch umgestürzte Bäume an den Bahnstrecken Arnstadt-Plaue und Ilmenau-Elgersburg sowie an einer Vielzahl von Straßen vornehmlich im südlichen Ilm-Kreis.
Zur Behebung der Schäden waren flächendeckend die FFW der Städte und Gemeinden im Einsatz und in Auswertung der Einsätze im Rahmen von "Kyrill" kann eingeschätzt werden, dass sich die Zusammenarbeit und Abstimmung zwischen den Behörden weiter verbessert hat.
Es wird eingeschätzt, dass sich besonders die rechtzeitige, umfassende und detaillierte Information als Vorwarnung und als permanente Veränderungsmeldung im Rahmen der Sturmwarnung des Deutschen Wetterdienstes als sehr hilfreich zur rechtzeitigen Einleitung von Maßnahmen erwiesen hat.
Auch die Abstimmung und Zusammenarbeit mit z. B. dem Straßenbauamt Mittelthüringen, den Energieversorgern, der Telekom, den Forstämtern, der Deutschen Bahn war reibungsloser und schneller als bei "Kyrill", wobei auch nach "Emma" mit etwas zeitlichen Abstand eine nochmalige Auswertung erfolgen wird, um noch weitere Reserven und Verbesserungen für die Zukunft zu erschließen.
Nach ersten Aussagen der Forstämter Allzunah und Gehren bewegen sich die durch "Emma" verursachten Bruchholzschäden bei ca. 10 - 15 % des Anfalls nach "Kyrill". Für den Bereich Allzunah sind das ca. 15 - 20 Tfm und für den Bereich Gehren ca. 20 - 30 Tfm, wobei die Abgrenzung zur Verursachung durch "Emma" schwierig ist, da nach "Kyrill" in den geschädigten Beständen eigentlich permanent Einzelfälle zu verzeichnen waren.
Flächendeckende Brüche sind am Wochenende nur sehr vereinzelt und örtlich stark begrenzt aufgetreten, hauptsächlich sind Einzelbrüche und -fälle zu bilanzieren.
Trotzdem wiesen die Forstamtsleiter eindringlich auf die Gefahren hin, die zum Teil von schrägen und hängenden Bäumen ausgehen und die Bevölkerung wird aufgefordert, die Wälder in den nächsten Tagen möglichst nicht zu betreten.
Die Erfassung der Schäden, das Freischneiden von Wegen und die Bergung gebrochener und gefallener Bäume in den Beständen haben seit gestern durch die Revierförster und Waldarbeiter bereits begonnen.
Im Bereich des Forstamtes Arnstadt ist die Schädigung der Bestände mit ca. 1,5 Tfm und damit unter 10 % der Werte von "Kyrill" vergleichsweise geringer ausgefallen.
Die 2. und 3. Welle von "Emma" erreichte den Ilm-Kreis am Samstag Nachmittag und in der Nacht vom Samstag zum Sonntag und führte in Arnstadt erneut zu Schäden an Hausdächern, zu Störungen der Stromversorgung im Bereich von Gehren, zu Störungen des Bahnverkehrs bei Ilmenau-Roda und Elgersburg und zu erneut vielen umgestürzten Bäumen auf Straßen vornehmlich im mittleren und südlichen Ilm-Kreis.
Durch das Sturmtief verursachte Personenschäden sind im Ilm-Kreis nicht bekannt.
Allen Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren, den Mitarbeitern der Forstämter und aller anderen Behörden, die zur Behebung der Schäden am Wochenende und darüber hinaus im Einsatz waren und sind, gilt unser Dank und unsere Hochachtung für die erbrachten Leistungen zur Aufrechterhaltung von Ordnung und Sicherheit.
Zobel
Beigeordneter und Dezernent D2