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25.09.2013

Probestau am Hochwasserrückhaltebecken Angelroda

Vollsperrung der Landstraße zwischen Geraberg und Angelroda unvermeidlich

Mit dem Ziel, die Hochwassergefahr an der "Zahmen Gera" einzudämmen, welche wiederholt zur Überflutung der Ortslage Angelroda führte und Schäden am öffentlichen und privaten Eigentum hinterließ, wurde das Hochwasserrückhaltebecken (HRB) Angelroda geplant.

Nach erfolgreichem Bauabschluss im Jahr 2010 wird im Jahr 2013 der Probestau durchgeführt. In Abhängigkeit von der hydrologischen Situation an der Sperrstelle wird mit dem Einstau am sonst trockenstehenden Rückhaltebecken begonnen.

Während des Probestaus wird die Straße von Geraberg nach Angelroda überflutet. Deshalb gibt es eine voraussichtlich zweiwöchige Vollsperrung der Landstraße nach Angelroda aus Richtung Geraberg kommend (Arnstädter Straße nach der Misselmühle bis zur Zufahrt zum Damm des HRB). Hinweisschilder werden rechtzeitig in Geraberg und Neusiß aufgestellt. Die Thüringer Fernwasserversorgung bittet um Verständnis.

Hintergrundinformationen zum Projekt "Hochwasserrückhaltebecken Angelroda"

Schutzziel für geschlossene Ortslagen ist der schadlose Abfluss eines HQ100, das heißt eines Hochwassers mit einer Eintrittswahrscheinlichkeit von einmal in 100 Jahren. Bei dem für den Hochwasserschutz maßgebenden HQ100 wird dessen Hochwasserspitze durch die Wirkung des Beckens von 26,0 m³/s auf 17,3 m³/s abgemindert. Dieser Abfluss ist für die Ortslage Angelroda unschädlich. Dieses Schutzziel ist durch das Hochwasserrückhaltebecken erreicht. Es besteht aus einem kombinierten Entlastungsbauwerk aus Stahlbeton und dem beidseitig an das Entlastungsbauwerk anschließenden Damm. Die Erdstoffe zur Errichtung des Dammes wurden in einer Massenentnahme am westlichen Talhang neben dem Bauwerk gewonnen.

1984 - 1988         Erste Planungen zum Bau eines Rückhaltebeckens

1994 - 1996         Fortführung der Untersuchungen zum Hochwasserschutz

1999                    Variantenuntersuchungen

1999 - 2004         Planfeststellungsverfahren

2006                    Planfeststellungsbeschluss zur Errichtung wird erteilt

2008                    Baubeginn

2010                    Fertigstellung

Bauausführung/Finanzierung

Die Vorbereitung erfolgte bis 2007 durch das Staatliche Umweltamt Erfurt. Seit 2008 ist die Thüringer Fernwasserversorgung Bauherr und Betreiber. Die Finanzierung wird zu 100 % vom Freistaat Thüringen übernommen. Die Bauleistungen wurden im Jahr 2008 öffentlich ausgeschrieben. Der Zuschlag wurde im Oktober 2008 an die Arbeitsgemeinschaft STRABAG Gotha und Bauunion Wandersleben vergeben. Sämtliche Bauarbeiten für das Absperrbauwerk wurden im Jahr 2010 abgeschlossen, die nachlaufenden landschaftspflegerischen Ausgleichsmaßnahmen im Jahr 2011. Im Jahr 2013 erfolgt der Probestau.

Erfurt, 25. September 2013

Ansprechpartner für Medienvertreter:

Sandra Kühn
Sachbearbeiter Öffentlichkeitsarbeit

Telefon: 0361 5509-207
Mobil: 0151 46638656
Telefax: 0361 5509-111
E-Mail:

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Thüringer Fernwasserversorgung
Anstalt öffentlichen Rechts
Haarbergstraße 37
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