Probestau am Hochwasserrückhaltebecken Angelroda
Wiederholt hatten Hochwässer der "Zahmen Gera" in der Ortslage Angelroda Schäden am öffentlichen und privaten Eigentum hinterlassen. Mit dem Ziel diese Gefahr einzudämmen wurde das Hochwasserrückhaltebecken (HRB) Angelroda geplant.
Nach erfolgreichem Bauabschluss im Jahr 2010 wird ab 18. November 2013 der Probestau durchgeführt.
Vollsperrung der Landstraße zwischen Geraberg und Angelroda vom 23. November 2013 bis voraussichtlich 6. Dezember 2013
Während des Probestaus wird die Straße von Geraberg nach Angelroda überflutet. Deshalb gibt es eine voraussichtlich zweiwöchige Vollsperrung der Landstraße nach Angelroda aus Richtung Geraberg kommend (Arnstädter Straße nach der Misselmühle bis zur Zufahrt zum Damm des HRB).
Hinweisschilder werden rechtzeitig in Geraberg und Neusiß aufgestellt.
Bitte beachten Sie, dass von Wasserflächen Gefahren, insbesondere auch für Kinder, ausgehen können.
Bei Fragen und Hinweisen wenden Sie sich bitte an den Leiter der Probestaukommission, Herrn Linz, Telefonnummer 036257 410. Außerdem ist die zentrale Leitwarte der Thüringer Fernwasserversorgung unter der Telefonnummer 036257 41159 zu erreichen.
Die Thüringer Fernwasserversorgung bittet um Verständnis.
Hintergrundinformationen zum Projekt "Hochwasserrückhaltebecken Angelroda"
Schutzziel für geschlossene Ortslagen ist der schadlose Abfluss eines HQ100, das heißt eines Hochwassers mit einer Eintrittswahrscheinlichkeit von einmal in 100 Jahren. Bei dem für den Hochwasserschutz maßgebenden HQ100 wird dessen Hochwasserspitze durch die Wirkung des Beckens von 26,0 m³/s auf 17,3 m³/s abgemindert. Dieser Abfluss ist für die Ortslage Angelroda unschädlich. Dieses Schutzziel ist durch das Hochwasserrückhaltebecken
erreicht. Es besteht aus einem kombinierten Entlastungsbauwerk aus Stahlbeton und dem beidseitig an das Entlastungsbauwerk anschließenden Damm. Die Erdstoffe zur Errichtung des Dammes wurden in einer Massenentnahme am westlichen Talhang neben dem Bauwerk gewonnen.
1984 - 1988 Erste Planungen zum Bau eines Rückhaltebeckens
1994 - 1996 Fortführung der Untersuchungen zum Hochwasserschutz
1999 Variantenuntersuchungen
1999 - 2004 Planfeststellungsverfahren
2006 Planfeststellungsbeschluss zur Errichtung wird erteilt
2008 Baubeginn
2010 Fertigstellung
Bauausführung / Finanzierung
Die Vorbereitung erfolgte bis 2007 durch das Staatliche Umweltamt Erfurt. Seit 2008 ist die Thüringer Fernwasserversorgung Bauherr und Betreiber. Die Finanzierung wird zu 100 % vom Freistaat Thüringen übernommen. Die Bauleistungen wurden im Jahr 2008 öffentlich ausgeschrieben. Der Zuschlag wurde im Oktober 2008 an die Arbeitsgemeinschaft STRABAG Gotha und Bauunion Wandersleben vergeben. Sämtliche Bauarbeiten für das
Absperrbauwerk wurden im Jahr 2010 abgeschlossen, die nachlaufenden
landschaftspflegerischen Ausgleichsmaßnahmen im Jahr 2011. Im Jahr 2013 erfolgt der
Probestau.
V. i. S. d. P. Eckhard Bauerschmidt, Büro Landrätin