Produktverbesserung durch zielgerichtete Entwicklungsarbeit
Landrat Dr. Benno Kaufhold besuchte am 12.10.2010 in Begleitung des Vorstandsmitgliedes der Sparkasse Arnstadt-Ilmenau Rolf Degener und dem Geschäftsführer der ARGE SGB II Ilm-Kreis Mario Lehwald die Liaver GmbH & Co. KG Ilmenau, die erst vor kurzem ihr 15-jähriges Firmenjubiläum feiern konnte. Begrüßt wurden die Gäste von den beiden Geschäftsführern Ronald Tschiersch und Robert Eric Eichhorn sowie der Assistentin der Geschäftsleitung Jutta Kemming. Während eines ausführlichen Vortrages wurden zahlreiche Fragen der Anwesenden beantwortet und es wurde deutlich, dass hier inzwischen weit mehr als ein innovativer Grundstoff für die Bauindustrie gefertigt wird. Das Unternehmen verfügt über ein Patent, eine Exklusivlizenz und hat vier weitere Patente angemeldet. Die Herstellung des Schaumglasgranulates "Liaver" erfolgt mittlerweile in sechs verschiedenen Körnungen und Spezialspezifikationen. Die Einsatzgebiete reichen von der Bauindustrie (Werktrockenmörtel für Leicht-, Wärmedämm- und Sanierputz, Leichtlehm, lose und gebundene Schüttungen, Plattenwerkstoffe etc.) über die Bauchemie, Messe-, Schiffbau bis hin zur Öl- und Gasindustrie und auch militärische Anwendungen spielen zunehmend eine Rolle. Das Unternehmen hat in den Jahren seit der Gründung umfangreiche Investitionen im zweistelligen Millionenbereich getätigt. Seit 2002 wird in Ilmenau die Schallabsorberplatte "Reapor" hergestellt, welche in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer-Institut für Bauphysik entwickelt und in einem patentierten Verfahren gefertigt wird. Diese zeichnet sich aus durch eine hohe akustische Leistungsfähigkeit, einfache Bearbeitung und ist feuchtigkeitsunempfindlich, faserfrei und quasi nicht brennbar. Grundstoff ist auch hierfür Liaver-Blähglasgranulat. Ansonsten arbeitet das mit dreißig Mitarbeitern und einer Auszubildenden verhältnismäßig kleine Unternehmen in der Produktentwicklung mit Systempartnern zusammen. Die Anwendungsgebiete sind bei weitem noch nicht alle erschlossen. Der Vertrieb erfolgt weltweit bei einem Exportanteil von etwa 30 % mit steigender Tendenz. Im Anschluss erhielten die Gäste bei einem Rundgang noch einen Einblick in die Fertigung und es wurden Möglichkeiten der weiteren Unterstützung besprochen.
Weitere Informationen unter www.liaver.com
Foto: P. Beyer