Seiteninhalt
12.03.2012

Protokollband zum wissenschaftlichen Kolloquium "Wege zu Otto Knöpfer" herausgegeben

Arnstadt. Am 12. März präsentierten Kulturbeauftragter Dr. Michael Schaefer und Landrat Dr. Benno Kaufhold den aktuell erschienenen Protokollband "Wege zu Otto Knöpfer". "Als Dokumentation des Kolloquiums ist er ein schöner Ausklang des Knöpferjahres und auch ein Dankeschön an alle Referenten, die das Kolloquium mit Substanz füllten" so Kaufhold während seiner Pressekonferenz. "Gern habe ich zugesagt, als man mich bereits vor zwei Jahren darum bat, die Schirmherrschaft über die Vorhaben in einem Jahr der Ehrung des Malers zu übernehmen", so Kaufhold weiter. Dass es letztlich 19 Ausstellungen werden sollten, war damals noch nicht absehbar. Wohl aber, dass als ein Höhepunkt besonderer Art ein wissenschaftliches Kolloquium über seine Person und sein Werk vorbereitet werden soll. Unter dem Titel "Wege zu Otto Knöpfer" fand dieses am 8. Oktober 2011 im Arnstädter Rathaus statt. Neben gesicherten Einsichten haben sich mittlerweile auch Allgemeinplätze zu Werk und Person des Malers festgesetzt. Sie zu hinterfragen, war ein wesentliches Anliegen der Konferenz. Manchem wurde vielleicht sein vermeintlich rundes Bild von Knöpfers Person und Werk doch als etwas komplexer dargestellt.

Otto Knöpfer hätte 2011 seinen 100. Geburtstag begehen können. 82 Lebensjahre waren ihm vergönnt, etwa 60 Jahre künstlerischen Schaffens: in Arnstadt geboren, in Holzhausen aufgewachsen, später in Erfurt wohnend, wo er 1993 starb. Otto Knöpfer war ein Thüringer Maler, schon von seiner Biographie her, ein Thüringer Maler aber auch und vor allem, wenn man sein Schaffen betrachtet. Künstlerisch war das große Thema Knöpfers sein direktes Umfeld, die Landschaft seiner engeren Heimat, die Menschen in ihren alltäglichen Situationen. Immer wieder fand er hier Malenswertes. Weniger das große Thema, mehr das Kleine, mehr das Selbstverständliche, dessen Schönheit gerade durch seine Alltäglichkeit oft allzu schnell übersehen wird. Er übersah die einfachen Dinge nicht, die ihm wert waren, sich ihnen intensiv zu widmen, zu malen, und uns damit anzuhalten, einen anderen Blick auf sie zu werfen. Subtilen Schönheiten, unspektakulären Landschaften, die ja zu unserem Alltag gehören, nahm er sich an. In zahlreichen Blättern hat er vor allem das Gebiet um die Drei Gleichen und ihre Menschen bildlich festgehalten, regional tief verwurzelt und dennoch frei von jedem Provinzialismus.

V. i. S. d. P. Manuel Löffelholz, Pressesprecher