Regelschüler beziehen neues Domizil »Am Schloss Neideck«
Im ehemaligen Neideck-Gymnasium ist wieder Leben eingekehrt. Nach umfassender Sanierung des historischen Gebäudes sind dort zum 21. Februar, direkt nach den Winterferien, die Schülerinnen und Schüler der Regelschule „Am Schloss Neideck“ eingezogen. Der ursprüngliche Schulort, die Regelschule „Ludwig Bechstein“, war für einen optimalen Unterricht zu klein geworden. Deshalb wechselten die Regelschüler ins ehemalige Neideck-Gymnasium.
Das Schulgebäude am Schlossplatz verfügt über eine komplette digitale Ausstattung, die im Rahmen des Digitalpakts Schule integriert wurde. So wurden in allen Klassenräumen digitale Tafeln installiert – sogenannte Digi-Whiteboards – für interaktiven Unterricht nach modernstem Standard.
Ca. 5,8 Millionen Euro wurden in die Sanierung des denkmalgeschützten imposanten Schulgebäudes investiert, das 1915 nach Entwürfen des Architekten Martin Schwarz – er prägte Arnstadt im frühen 20. Jahrhundert entscheidend – entstand. 3,771 Millionen Euro stammen aus Fördermitteln des Landes Thüringen, die übrigen 2,029 Millionen Euro investierte der Ilm-Kreis.
„Tradition und Moderne – Denkmalschutz und Funktionalität bilden in der Regelschule ‚Am Schloss Neideck eine Einheit und lassen im wahrsten Sinne des Wortes Synergien entstehen. Das geschichtsträchtige Gebäude ist nicht nur eine Meisterleistung der Baukunst der Vergangenheit, sondern auch des Handwerks dieser Zeit“, sagte Landrätin Petra Enders zur Einweihung.
„Der repräsentative Bau verfügt über modernste Ausstattung, komplett neues Mobiliar, praxisorientierte Unterrichts- und Fachräume sowie eine sehr gut ausgestattete Lehrküche und stellt eine gute Investition in die Lern und Arbeitsbedingungen unserer Schülerinnen und Schüler und damit auch in die Zukunft dar“, betonte Landrätin Petra Enders zur offiziellen Schlüsselübergabe an Schulleiterin Carola Gorke am 21. Februar 2022, die im Beisein von Thüringen Bildungsminister Helmut Holter stattfand.
Das geschichtsträchtige Gebäude wurde ab April 2019 grundhaft saniert und barrierefrei gestaltet – in enger Abstimmung mit der unteren Denkmalbehörde und unter Beachtung der aktuellen Richtlinien hinsichtlich des Brand- und Arbeitsschutzes sowie der Thüringer Schulbaurichtlinie. Im Nordflügel wurde ein neues Treppenhaus eingebaut, ein Fahrstuhl im Gebäude integriert. Sorgsam restauriert wurde auch die Aula im Obergeschoss der Schule. Hier wurde neues Parkett verlegt, die Beleuchtung erneuert und die Wände vertäfelt. Die historischen Fenster wurden ausgebaut und restauriert, oberflächenbeschichtet und wieder montiert.
Die Türen zu den Klassenräumen wurden im Stil des Hauses erneuert. Alle Fußböden in den Klassen- und Verwaltungsräumen wurden inklusive Unterkonstruktion saniert. Darüber hinaus erfolgten Putzarbeiten mit anschließendem Anstrich im ganzen Gebäude sowie umfangreiche Trockenbauarbeiten. Am Sockel des Gebäudes erfolgten Arbeiten zur Trockenlegung und Abdichtung. Darüber hinaus wurde in Akustikdecken für den Schallschutz investiert. Abwasserleitungen und Abwasserschächte sowie alle Hausanschlüsse wurden neu verlegt, die Elektroanlagen erneuert, die Beleuchtung auf energiesparende LED umgestellt. Auch Daten- und Informationskabel wurden komplett neu verlegt.
Eine denkmalgerechte Sanierung unter Beachtung der aktuellen Vorschriften erfolgte auch in den Treppenhäusern. Heizkörper einschließlich Leitungen und Trinkwasserversorgung wurden erneuert, Lüftungsanlagen im Bereich des Essensversorgung und im Chemieraum installiert. Auch die Außenanlagen wurden saniert. Für die gesunde Betätigung in der Pause wurde eine Kletterkombination auf dem Schulhof errichtet.
Die Planungsaufgaben übernahm das Architekturbüro Winkelmann & Partner mbH. Insgesamt waren 37 Firmen und Ingenieurbüros an der Sanierung beteiligt.
V. i. S. d. P. Anke Roeder-Eckert, Büro Landrätin