Schneller Ausbau der B90neu muss kommen
Politik und Wirtschaft wollen ihren Forderungen mit einer großen Unterschriftenaktion Nachdruck verleihen
Saalfeld. "Der Ausbau der B90 bis zur Anschlussstelle Traßdorf muss so schnell wie möglich kommen - dafür werden wir weiter kämpfen!" fordern Marion Philipp, Landrätin des Kreises Saalfeld-Rudolstadt, und Dr. Benno Kaufhold, Landrat des Ilm-Kreises, gemeinsam. Unterstützung bekommen sie dabei von Politikern und Wirtschaft aus der gesamten Region. Als Zeichen des gemeinsamen Willens waren deshalb heute zusammen mit den beiden Landräten auch Bürgermeister aus dem Städtedreieck und aus dem Ilm-Kreis sowie Vertreter der lokalen Wirtschaft zusammengekommen, um gemeinsam den Startschuss für eine umfassende Unterschriftenaktion in den beiden Landkreisen zu geben.
"Wir hoffen, dass möglichst viele Bürgerinnen und Bürger mitmachen, so dass wir dem Verkehrsministerium den Willen der Region eindrucksvoll demonstrieren können", so die Landräte. Die Unterschriftenlisten werden deshalb ab sofort in den Kommunen der beiden Landkreise, genauso aber an vielen öffentlichen Stellen, an den Schulen und bei den Unternehmen im Landkreis ausgelegt.
Auch Eigeninitiative ist willkommen: Wer die Aktion unterstützen will, kann die Unterschriftenliste hier (siehe Unten) beziehen, ausdrucken und im eigenen Umfeld Unterschriften sammeln. "Wenn wirklich jeder, der künftig eine schnelle Autobahnanbindung nutzen will, mitmacht, können so Tausende an Unterschriften zusammen kommen - und damit eine Willensbekundung, die in Erfurt und Berlin gehört werden muss", so die Landräte. Die ausgefüllten Unterschriftenlisten können bis zum 30. Juni wieder im Landratsamt Saalfeld-Rudolstadt, Bürgerbüro, abgegeben werden.
Die Unterschriftenaktion ist der nächste Baustein in einer Reihe von Maßnahmen, in denen die Region für den beschleunigten Ausbau der B90 neu vom Städtedreieck zur Anschlussstelle Trassdorf an die A71 kämpft. Zuletzt hatte im Februar eine Verkehrskonferenz mit dem Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, Jan Mücke, für große Enttäuschung gesorgt. "Die Nachricht, dass es auf dem fehlenden Teilstück zwischen Nahwinden und Traßdorf in den nächsten zwei Jahren nicht weitergeht, ist zwar ehrlich, sie nützt uns aber überhaupt nichts", so Landrätin Marion Philipp. "Wir benötigen endlich eine verbindliche Zusage, wann es weiter geht - und dem werden wir jetzt mehr Nachdruck verleihen."
Mit dem Tunnel von Schaala und der Ortsumfahrung von Eichfeld ist erst ein kleines Stück auf dem Weg zur Autobahn ausgebaut. Das Land will zwar das Stück in Richtung Westen bis Nahwinden konzentriert ausbauen, aber für das letzte 14 Kilometer lange Stück bis zur Anschlussstelle Trassdorf gibt es weiterhin keine verbindliche Perspektive - obwohl das Baurecht schon seit 2010 besteht.
Unterschriftenliste B 90 (PDF, 9 kB)
V. i. S. d. P. Manuel Löffelholz, Pressesprecher