Situationseinschätzung Neue Influenza A (H1N1)/sogenannte Schweinegrippe und Änderung der Impfempfehlungen
Die Aktivität der akuten Erkältungskrankheiten ist gegenwärtig bundesweit gesunken und liegt entsprechend der Jahreszeit in einem leicht erhöhten Bereich. Auch die Influenza-Aktivität hat zum gegenwärtigen Zeitpunkt den Höhepunkt der ersten pandemischen Welle überschritten. Wenn auch bisher vorwiegend leichte Verläufe zu beobachten waren, ist es im Einzelfall nicht ausgeschlossen, dass es bei Erkrankten zu einer erstzunehmenden schweren Symptomatik kommen kann. Zum augenblicklichen Zeitpunkt kann der weitere Verlauf der pandemischen Influenza nicht abgeschätzt werden. Insbesondere ist nicht klar, ob es zu weiteren Erkrankungswellen kommen wird.
In Thüringen wurden bisher 4865 Erkrankungsfälle von Neuer Influenza A (H1N1) gemeldet, davon entfallen 256 Krankheitsfälle auf den Ilm-Kreis. Bei den im Dezember zur labordiagnostischen Untersuchung eingeschickten Proben wurden zu 48 % Influenzaviren nachgewiesen und als Neue Influenza a (H1N1) identifiziert.
Mittlerweile wird die Laboruntersuchung entsprechend dieses Kenntnisstandes seltener
veranlasst. Andererseits wird die Statistik auf der Grundlage eines Labornachweises
geführt.
Zu den wichtigsten Maßnahmen der Vorsorge gehören unverändert die Einhaltung von hygienischen Maßnahmen sowie die Schutzimpfung gegen die Neue Influenza A (H1N1).
Die Ständige Impfkommission sowie das Paul-Ehrlich-Institut haben mittlerweile ihre Impfempfehlungen verändert. Für alle Personen ab einem Alter von 6 Monaten ist generell eine einmalige Impfung mit dem Impfstoff Pandemrix ausreichend, bis zum 9. Lebensjahr wird die halbe Erwachsenendosis geimpft.
Das Land Thüringen hat mittlerweile 4300 Dosen eines nicht adjuventierten Impfstoffs für Schwangere gekauft. Laut STIKO können Schwangere mit einem adjuventierten wie auch mit einem nicht adjuventierten Impfstoff geimpft werden.
An der Verimpfung des nicht adjuventierten Impfstoffes nehmen nur die über Vereinbarung des Ministeriums für Soziales, Familie und Gesundheit gebundenen Fachärzte für Frauenheilkunde teil.
V. i. S. d. P. Manuel Löffelholz, Pressesprecher