Sommerliche Gesundheitstipps
Die Schönwetterperiode ist begleitet von täglichen Hitzewarnungen des Deutschen Wetterdienstes. Viele Menschen leiden bei anhaltend großer Hitze. Durch zu starkes Schwitzen gehen viel Flüssigkeit und Salze verloren. Besonders gefährdet sind Kleinkinder, ältere Menschen und Personen mit chronischen Erkrankungen. Durch ein gesundheitsbewusstes Verhalten kann man den "Hitzestress" erträglicher gestalten und Gesundheitsrisiken vermeiden.
Das Gesundheitsamt des Ilm-Kreises gibt nachfolgend praktische Gesundheitstipps:
1. Die Ernährungsweise anpassen!
- viel Trinken, zwei bis drei Liter Mineralwasser, Kräuter- oder Früchtetees, nicht eisgekühlt, sondern bei Zimmertemperatur sind zu empfehlen.
- Alkoholhaltige Getränke und stak gesüßte, koffeinhaltige Getränke sollte man meiden, da diese zu einer erhöhten Flüssigkeitsausscheidung führen, die nicht gewollt ist.
- Fruchtige Zwischenmahlzeiten, wie Melone, Äpfel oder Ananas ergänzen nicht nur Flüssigkeit, sondern liefern gleichzeitig erforderliche Vitamine und viele Spurenelemente.
- Gemüsesuppen von Tomaten, Gurken, Zucchini, erinnern nicht nur an Mittelmeerurlaub, sondern sind auch ein wichtiger Beitrag zur mineralreichen Ernährung.
- Frische Salate nach Sommerrezepten sind eine ideale Hauptmahlzeit.
2. Verbessern Sie das Raumklima auch ohne Klimaanlage!
- Vermeiden Sie die Sonneneinstrahlung in die Zimmer tagsüber, indem Sie die Jalousien runterlassen und die Fenster geschlossen halten.
- Lüften Sie morgens und spät abends.
- Ventilatoren sind mit Vorsicht einzusetzen, nicht jeder verträgt Zugluft. Ebenso sollte die Klimaanlage im Auto moderat eingestellt werden und die Differenzen zwischen Innen- und Außentemperatur nicht zu extrem eingestellt werden. Der Körper wird durch große Temperaturregulationen nur belastet.
- Wärmeabstrahlende Elektrogeräte, die nicht unbedingt notwendig sind, abschalten! Jede Glühlampe strahlt Wärme ab und lässt das Thermometer steigen.
3. Wasser, Wellness und was sonst noch gut tut, sollten Sie anwenden!
- Feuchte Kompressen auf Stirn und Nacken.
- Handgelenke mit kühlem Wasser erfrischen. Lauwarme Körperduschen.
- Eventuell lauwarmes Fußbad.
4. Entsprechende Kleidung tragen!
- Sonnenhut und andere geeignete Kopfbedeckung kann bei Aufenthalt im Freien 90 % der UV-Strahlen abhalten.
- Aufenthalt im Freien möglichst auf die Morgen- und Abendstunden beschränken.
Und bitte denken Sie unbedingt daran, lassen Sie niemals ein Kind, einen älteren Menschen und auch kein Haustier im geschlossenen geparkten Auto zurück!
Besonderheiten in der Versorgung von chronisch kranken Patienten und behinderten Menschen in Hitzeperioden besprechen Sie bitte mit Ihrem Hausarzt.
Eventuell muss die Medikamenteneinnahme angepasst werden. Auch sollten Nieren- und Herzkranke Patienten die maximal erlaubte Trinkmenge bei ihrem Arzt erfragen.
Und die Hitzeperiode sollte uns auch in der Nachbarschaftshilfe näher zusammenrücken lassen. Bitte denken Sie an alleinstehende Menschen, deren Versorgung z. B. mit Getränken bei diesen Temperaturen nicht mehr sicher gestellt ist und helfen Sie!
V. i. S. d. P. M Löffelholz, Büro Landrätin