Stasi-Akte spezial: "Versuchter Brandanschlag auf die SED-Kreisleitung Arnstadt"
Die Außenstelle Erfurt des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen informiert Sie am Dienstag, 05. Mai 2015, um 15:00 Uhr über den versuchten Brandanschlag auf die SED-Parteizentrale Arnstadt im Herbst 1983.
Es war der seltene Fall eines Angriffes auf eine SED-Parteizentrale, nämlich das Gebäude der Kreisleitung in Arnstadt. Was den Täter dazu bewog, einen Molotow-Cocktail durch ein Fenster des Hauses zu werfen, welcher Schaden dabei entstand, wie das Ministerium für Staatssicherheit (MfS) ihn fasste und zu welcher Strafe er verurteilt wurde, erfährt man bei diesem speziellen Blick in die Stasi-Akten.
Das Angebot ist Teil eines Rundgangs durch das Erfurter Stasi-Unterlagen-Archiv, bei dem Interessierte einen Einblick in die Arbeit der DDR-Geheimpolizei gewinnen. Anhand lokaler Geschichten aus den Unterlagen zeigen Archivare, wie die Stasi in das Leben von Menschen eingriff und damit die Macht der SED-Partei absicherte. Erklärt werden außerdem Aufbau und Funktion des Archivs und die Nutzung der gesammelten Informationen durch die Geheimpolizei.
Das Erfurter Archiv umfasst rund 4.500 laufende Meter Akten, etwa 2,5 Millionen Karteikarten sowie zahlreiche Fotos, Filme und Dias. Die Führung vermittelt einen Eindruck von der Menge an Unterlagen, die Bürgerinnen und Bürger vor 25 Jahren vor der Vernichtung durch die Stasi bewahrten. Der Besucher hat die Möglichkeit, einen Antrag auf Akteneinsicht zu stellen. Ein gültiges Personaldokument ist notwendig.
Datum: Dienstag, 05. Mai 2015, 15:00 Uhr
"Unterwegs im Archiv" mit der Stasi-Akte spezial "Versuchter Brandanschlag auf die SED-Kreisleitung Arnstadt"
Ort: Petersberg, Haus 19, 99084 Erfurt
Der Eintritt ist frei.
V. i. S. d. P. Katharina Knoll, Büro Landrätin