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11.08.2011

Tätigkeit der Bienensachverständigen im Ilm-Kreis

Zur amtlichen Untersuchung der Bienenvölker im Ilm-Kreis sind amtlich bestellte Bienensachverständige eingesetzt.
Dies umfasst im Ilm-Kreis 4 Personen, die selbst der Imkerei nachgehen und für ihr Amt eine Spezialausbildung genossen haben. Die Berufung als Bienensachverständiger wird vom Landrat für eine Zeitdauer von 5 Jahren vorgenommen. Wiederbestellungen sind zulässig und werden auch im Ilm-Kreis praktiziert.

Momentan gibt es 169 angemeldete Bienenhalter im Ilm-Kreis mit etwa 1.300 Völkern. Dabei ist eine leicht steigende Tendenz zu verzeichnen. Jeder Halter von Bienen ist gesetzlich dazu verpflichtet, die Haltung vor Beginn der Tätigkeit beim zuständigen Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt anzuzeigen.

Die wichtigste Aufgabe der Sachverständigen ist die Untersuchung der Bienenbestände auf Amerikanische Faulbrut (AFB). Jedes Jahr werden insgesamt 30 Bienenstände im Ilm-Kreis auf Amerikanische Faulbrut untersucht. Dies ist Teil eines Monitoringprogramms zur Überwachung der Bienengesundheit in Thüringen und wird vom Freistaat entsprechend gestützt. Als Probenmaterial dienen Futterkranzproben, also Futter für die Bienenbrut. Diese werden dann im Landeslabor in Bad Langensalza mikrobiologisch untersucht. Eine aktuelle Untersuchung mit negativem Ergebnis ist zudem zwingende Voraussetzung für den Zugang zur Belegstelle in Gehlberg.

Die AFB ist eine schwerwiegende, auf allen Kontinenten verbreitete bakterielle Krankheit der Honigbienenbrut. Die AFB wird weltweit als Tierseuche eingestuft. Der Name "amerikanisch" bezieht sich nicht auf ein Ursprungsgebiet, sondern auf den Ort der Entdeckung. Die Krankheit kann durch den Einsatz von Antibiotika weder geheilt noch verhindert werden. Nach der Verordnung über anzeigepflichtige Tierseuchen ist die Amerikanische Faulbrut in Deutschland anzeigepflichtig. Das Tierseuchengesetz regelt, dass beim geringsten Verdacht der zuständige Amtstierarzt verständigt werden muss! Für den Menschen ist diese Krankheit vollkommen ungefährlich.

V. i. S. d. P. Manuel Löffelholz, Pressesprecher