Teilnahme am Erprobungsmodell "Weiterentwicklung der Thüringer Grundschule"
Am Dienstag den 13.01.09 unterzeichneten der Ilm-Kreis, der Saale-Orla-Kreis und die Stadt Nordhausen eine Vereinbarung über die Teilnahme am Erprobungsmodell "Weiterentwicklung der Thüringer Grundschule". Wirksam wird das Modell für den Ilm-Kreis ab April 2009. Mit dem Ilm-Kreis beteiligen sich insgesamt zehn Landkreise und drei kreisfreie Städte an dem Vorhaben. Der große Zuspruch zeige deutlich die Akzeptanz des Erprobungsmodells, teilte Thüringens Kultusminister Bernward Müller (CDU) am Dienstag in Erfurt mit.
Am 1. Februar 2008 begannen die Erprobungsmodelle zur Weiterentwicklung der Grundschulen in den Landkreisen Eichsfeld, Greiz, Saalfeld-Rudolstadt und Sömmerda. Am 1. April 2008 kam die Stadt Erfurt hinzu, am 1. Oktober die Stadt Jena. Der Unstrut-Hainich-Kreis, der Kyffhäuserkreis und der Landkreis Hildburghausen werden sich ab dem 1. Februar 2009 beteiligen. Ab dem 1. April 2009 kommen der Ilm-Kreis und die die Stadt Nordhausen hinzu. Der Saale-Orla-Kreis und der Wartburgkreis folgen am 1. Mai 2009.
Kultusminister Müller sieht in der erneuten Erweiterung eine Bestätigung für den Erfolg des Vorhabens: "Die Übertragung des Erzieherpersonals eröffnet den Schulträgern umfangreiche Gestaltungsmöglichkeiten für außerunterrichtliche Angebote. Mit der Umsetzung des Modells kann die Einheit von Bildung, Erziehung und Betreuung in den Sozialräumen in einer neuen Qualität erreicht werden. Die Weiterentwicklung der Thüringer Grundschule auf der Basis von Erprobungsmodellen zielt auf eine verstärkte Kooperation von Land und Kommunen, in der sich die Partner zu einer gemeinsamen Verantwortung und Zuständigkeit für die inhaltliche Weiterentwicklung der offenen Ganztagsgrundschule bekennen. Eine vollständige Kommunalisierung der Grundschulen steht nicht zur Debatte."
Das jetzt im Landesdienst beschäftigte Personal steht während des Erprobungszeitraumes weiterhin im Dienst des Freistaats Thüringen. Die Erzieher werden den Schulträgern für die Erprobungsphase zur Verfügung gestellt. Dabei wird den öffentlichen Schulträgern das Direktionsrecht über das Erzieherpersonal für die Gestaltung offener Ganztagsgrundschulen übertragen. Die Dienst- und Fachaufsicht über das Erzieherpersonal verbleibt beim Land. Die Schulträger werden bei der Umsetzung durch Regionalkoordinatoren unterstützt. Zudem wird der Prozess wissenschaftlich begleitet. Die Ergebnisse einer jährlichen Familienbefragung werden dabei empirisch ausgewertet und eine Längsschnittstudie erstellt. Bis spätestens 2012 sollen die Erprobungsmodelle abgeschlossen sein.
Foto: Thüringens Kultusminister Bernward Müller (1. v. l.) freut sich über den großen Zuspruch für das Modell. V. l. n. r.: Landrat des Ilm-Kreises Dr. Benno Kaufhold, die Oberbürgermeisterin der Stadt Nordhausen Barbara Rinke und Landrat des Saale-Orla-Kreises Frank Roßner unterzeichneten am Dienstag entsprechende Vereinbarungen über ihre Teilnahme am Erprobungsmodell.
V. i. S. d. P. Manuel Löffelholz, Pressesprecher