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08.09.2015

Vizelandrat Rainer Zobel empfing heute im Landratsamt drei Wandergesellen aus Lübeck, Fulda und Albstadt-Ebingen in der Pfalz

Schwarze, grobe Cordkleidung, Hüte mit breiten Krempen, eine gedrehte Wurzel als Wanderstock und ein Bündel mit den wenigen Habseligkeiten - so kamen heute Dominic Greßing und Antonio Higham - beide gehören zur Zunft der Tischler - und Benedict Gruber, der Zunft des Zimmermanns zugehörig, ins Landratsamt. Junge Männer zwischen 23 und 25 Jahren auf Wanderschaft, der sogenannten Walz. Vizelandrat Rainer Zobel begrüßte sie und sprach mit ihnen über ihre Zeit als Wandergesellen. Mindestens 3 Jahre und einen Tag müssen sie au der Walz sein. Nach dem Vortragen des Wandergesellengedichts und einer kleinen Finanzspritze bekamen sie noch einen Stempel in ihr Wanderbuch und zogen bündelschwingend weiter.

Bereits seit dem späten Mittelalter gibt es die Walz - nicht zuletzt war sie Vorraussetzung für die Zulassund zur Meiterprüfung. Die Gesellen sollten bei dieser mehrjährigen Wanderung vor allem fremde Orte, neue Menschen und andere Arbeitspraktiken kennenlernen. Seit Frühjahr 2015 ist die Walz im Immateriellen Kulturerbe der UNESCO aufgenommen.

V. i. S. d. P. Katharina Knoll, Büro Landrätin