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06.06.2017

Weiterer Bauabschnitt der Waldrandroute in Angriff genommen - Landrätin informiert sich vor Ort zum Baufortschritt

"Dem Ziel, noch im Jahr 2017 die Befahrbarkeit der Waldrandroute von der Kreisgrenze im Osten bei Königsee über Ilmenau bis Geraberg herzustellen, kommen wir immer näher" so Landrätin Enders stolz "Nach dem Spatenstich am 17. Mai für den Gehrener Abschnitt freue ich mich, dass es nun auch beim Bauabschnitt in Jesuborn richtig gut vorangeht."

Gemeinsam verschaffte sich Landrätin Enders heute mit dem stellvertretenden Ortsteilbürgermeister Alfred Leicht und dem ehrenamtlichen Beigeordneten des Ilm-Kreises und Vorsitzenden der AG Rad Ilm-Kreis Eckhard Bauerschmidt einen persönlichen Einblick zum Baufortschritt. Thomas Opel von der Thüringer Landgesellschaft und Mario Schramm von der bauausführenden Firma Tiefbau Schramm erläuterten die Maßnahme, die bis Mitte August 2017 baulich umgesetzt sein soll.

Landrätin Enders weiter: "Der Ilm-Kreis bekennt sich zum Thema Rad: Ende 2016 hat der Kreis ein eigenes Radverkehrskonzept verabschiedet, welches eine gute Grundlage für einen systematischen Radwegeausbau bietet. Auch die Umsetzung der Radweganbindung von Arnstadt an das Erfurter Kreuz entlang der K13 ist angeschoben und wird 2017/18 umgesetzt. Zudem kümmert sich die Radverkehrsbeauftragte des Ilm-Kreises aktuell intensiv um die erneute Zertifizierung des Ilmtal-Radweges. Und auch 2017 beteiligt sich der Ilm-Kreis wieder an der Aktion 'Stadtradeln'. Das Fahrrad spielt eine stetig steigende Rolle sowohl bei der Alltagsmobilität als auch in der Freizeit. Ein attraktives, gut abgestimmtes und ausgebautes Radwegenetz erhöht heutzutage die Standortattraktivität und trägt aktiv und unmittelbar zur Steigerung der Lebensqualität bei. Das haben wir als Kreis erkannt und gestalten aktiv mit."

"Die Waldrandroute ist ein weiterer großer Meilenstein und wird das überregional wichtige Verbundnetz vervollständigen." so Landrätin Enders abschließend.

Erläuterung zum Bauabschnitt Jesuborn
Von Jesuborn wird in Verlängerung der August-Bebel-Straße und dann nach ca. 400 m zum Wald Richtung Pennewitz abknickend, ein bestehender Weg mit einer Gesamtlänge von ca. 750 m ausgebaut. Zukünftig soll hier eine Asphaltdecke den Radverkehr komfortabler machen und gleichfalls dem landwirtschaftlichen Verkehr dienen. Auch für Spaziergänger mit Kinderwagen oder Rollator und Skater oder Roller-Fahrer stellt ein derart ausgebauter Weg ein gut nutzbares Angebot dar.
Für die Mehrbreite des landwirtschaftlichen Weges gegenüber einem Radweg sowie für den Anschluss an die bestehende Asphaltdecke der August-Bebel-Straße kommt eine ergänzende Förderung durch das Amt für Landentwicklung und Flurneuordnung (ALF) in Gotha in Höhe von ca. 35.000 Euro zum Tragen. Eigenmittel der Gemeinde sind in Höhe von ca. 43.000 Euro erforderlich.
Der weitere Weg durch den Wald Richtung Pennewitz bleibt als Forstweg in seinem bisherigen Zustand bestehen. Sowohl die Lage im Wald als auch im Naturschutzgebiet "Pennewitzer Teiche - Unteres Wohlrosetal" verbietet eine weitere Versiegelung dieses Wegabschnitts.

Überregionale Radwege im Ilm-Kreis
Über 100 km Radfernwegen (Rennsteig-, Gera- und Ilmatalradweg) ist der Ilm-Kreis bereits gut überörtlich vernetzt. Hinzu kommen weitere 3 Routen des Radhauptwegenetzes Thüringens. Mit der geplanten baulichen Umsetzung der Waldrandroute, die von Saalfeld nach Eisenach führen wird, wird dieses überregionale Verbundnetz weiter vervollständigt und schafft damit eine neue Radwegverbindung an der Nordseite des Thüringer Waldes .
Im Ilm-Kreis finden dabei die umfangreichsten Baumaßnahmen statt. Die Gesamtinvestition im Kreis beträgt über 1,8 Mio Euro. Ohne umfangreiche Förderung (78% GRW, 5% ELER-Mittel) sowie die Eigenanteile der Kommunen wäre diese Maßnahme nicht realisierbar. Im vergangenen Jahr konnte bereits ein erster Bauabschnitt in Pennewitz realisiert werden. Für 2017 sind nun Abschnitte in Gehren, Jesuborn, Pennewitz (2. Bauabschnitt) und Geraberg geplant. Die weiteren Bauabschnitte zwischen Geraberg und Crawinkel sowie die Beschilderung der gesamten Strecke stehen 2018 auf dem Plan.

V. i. S. d. P. Christina Büller, Büro Landrätin