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06.02.2014

Weltkrebstag 2014 - Informationen und Aufklärung gegen Krebsmythen

Ziel des diesjährigen  Weltkrebstages am 04.02.2014 ist die Beseitigung von Wissensde-fiziten  und bestehenden Tabus über Krebsrisiken und deren Ursache sowie eine bewusste Auseinandersetzung mit der Krankheit Krebs. Das Zentrum für Krebsregisterdaten im Robert Koch-Institut geht bei der aktuellen Hochrechnung von ca. 500.000 Neuerkrankungen in diesem Jahr aus. In den kommenden Jahren wird aufgrund der alternden Bevölkerung mit einem weiteren Anstieg gerechnet.

Vor diesem Hintergrund ist die Aufklärung von Mythen der Volkskrankheit Krebs so wichtig:

Mythos 1: Krebs ist eine Wohlstandskrankheit!
Laut den Aussagen des Robert Koch Instituts muss jeder zweite Mann (51 Prozent) und 43 Prozent aller Frauen damit rechnen im Laufe des Lebens an Krebs zu erkranken. Dabei macht in Deutschland Brustkrebs bei den Frauen etwa ein Drittel der Fälle aus, bei den Männern ist Prostatakrebs mit einem Anteil von etwa 25% nach wie vor die häufigste Krebs-art. Krebs unterscheidet nicht nach reich oder arm, jung oder alt – Krebs kann jeden treffen!

Mythos 2: Krebs ist nur ein Gesundheitsthema!
Krebs ist mehr als nur ein Gesundheitsthema. Wenn Menschen an Krebs erkranken hat das weitreichende psychische, soziale und wirtschaftliche Folgen für den Betroffenen selbst sowie für sein Umfeld. Zudem ist Krebs weltweit für mehr Todesfälle verantwortlich als durch HIV /AIDS, Tuberkulose und Malaria zusammen.

Mythos 3: Es gibt keine Warnzeichen für Krebs!
Für manche Krebserkrankungen gibt es keine frühen Warnzeichen. Jedoch gibt es für viele Krebserkrankungen gesetzliche Früherkennungsprogramme, die unbedingt genutzt werden sollten! Das betrifft etwa Darmkrebs, Hautkrebs, Brustkrebs, Gebärmutterhalskrebs, Prosta-takrebs oder einige Krebserkrankungen bei Kindern. Darüber hinaus können regelmäßige Check-ups beim Hausarzt frühe Hinweise auf eine mögliche Krebserkrankung liefern. Informationen zu den gesetzlichen Früherkennungsprogrammen finden Sie hier.

Mythos 4: Krebs ist ein Todesurteil!
Viele Krebsarten, die einst als Todesurteil galten, können heute geheilt werden. Ferner gilt der Leitsatz "Früh erkannt - heilbar". Bis auf wenige Ausnahmen sind frühzeitig erkannte Krebserkrankungen weniger tödlich und besser behandelbar als Krebs im Spätstadium. Durch Therapiefortschritte ist zudem der Anteil der Todesfälle unter den Krebspatienten gesunken. Vor 1980 starben mehr als zwei Drittel an ihrer Krebserkrankung, heute sind es weniger als die Hälfte.

Mythos 5: Gegen Krebs kann man nichts tun!
Dass stimmt nicht ganz. Jeder Mensch kann sein persönliches Krebsrisiko senken, in dem er seine Lebensgewohnheiten umstellt und bewusst ein gesundes Leben führt. Rund zwei Drittel aller Krebserkrankungen lassen sich auf die eigenen Lebensstilfaktoren und Umwelteinflüsse zurückführen.
Was man tun kann? Nicht Rauchen: 71 Prozent aller Lungentumore werden durch Rauchen verursacht. Wenig Alkohol trinken und Übergewicht vermeiden: Beide Risikofaktoren sind mit verschiedenen Krebserkrankungen assoziiert. Sonnenschutz: UV-bedingte Hautschäden sind die Hauptursache für Hautkrebs. Zunehmend spielen auch Impfungen gegen Krebs eine Rolle. Mit einer HPV-Impfung können sich junge Mädchen heute vor Gebärmutterhals schützen; derzeit wird davon ausgegangen dass die HPV-Impfung auch vor einer Reihe weiterer Tumore schützt, etwa vor Kopf-Hals-Tumoren.

Weltweit ist die globale Krebsepidemie riesig und auf dem Vormarsch. Es ist eine Krankheit, die keine Grenzen kennt und jeden Menschen entweder direkt oder indirekt während unserer Lebenszeit betreffen wird. Deshalb ist eine Auseinandersetzung und Enttabuisierung der Krankheit Krebs so wichtig!

Beratung und Informationen zu allen Fragen die das Thema Krebs betreffen, erhalten Sie in den Ilm-Kreis-Kliniken Arnstadt-Ilmenau gGmbH. Ansprechpartnerin ist Frau Christina Schnur (Tel. 03628 – 919 359).

Gesetzliches Krebsfrüherkennungsprogramm

Weitere Informationen zu den Krebsfrüherkennungs-Richtlinien:
www.g-ba.de sowie www.mammoprogramm.de

V. i. S. d. P. Eckhard Bauerschmidt, Büro Landrätin