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11.11.2009

Wie richtig handeln, wenn Kinder in Gefahr sind?

Der Kinderschutz erfährt in den letzen Jahren zunehmende öffentliche und politische Aufmerksamkeit. Gesetzliche Bestimmungen wurden mehrfach erweitert, ergänzt und konkretisiert. So gibt es inzwischen gesetzlich und vertraglich geregelte Verfahren, wie im Rahmen des sogenannten Schutzauftrages zu verfahren ist.
Nach diesen Verfahrensanweisungen haben Mitarbeiter in Einrichtungen und Diensten, die mit der Betreuung von Kindern und Jugendlichen beschäftigt sind, zu handeln, wenn ihnen Anzeichen für eine Gefährdung von Leib, Leben und Seele eines Kindes oder Jugendlichen bekannt werden. Im Rahmen der Präventionsarbeit des Jugendamtes ist es eine wichtige Aufgabe, den Fachkräften in den sozialen und Betreuungseinrichtungen vor Ort, fachliche Hilfen bei der Entwicklung einer sensiblen Sichtweise auf eventuelle Gefährdungsmomente zu geben.

Mit diesem Ziel führte das Jugendamt des Ilm-Kreises am Donnerstag, den 05.11.2009 eine Fortbildungsveranstaltung für Sozialarbeiter in den offenen Jugendeinrichtungen des Kreises sowie für Tagespflegepersonen durch. Inhalt dieser Schulung waren die Erläuterung der Aufgaben der Fachkräfte im Rahmen des Schutzauftrages für Kinder und Jugendliche und die Vermittlung des Wissens zur Anwendung der vertraglich geregelten Verfahrensabläufe.
Insbesondere ging es bei dieser Veranstaltung um die Vermittlung von fachlicher Sicherheit im Umgang mit Kindeswohlgefährdung. Grundlegendes Anliegen dabei ist eine persönliche Sensibilisierung der Fachkräfte im pädagogischen Alltag. Darüber machte die Fortbildung auch deutlich, dass es vor allem anderen darauf ankommt, für Kinder, Jugendliche und Eltern zeitnah wirksame Hilfen zu ermöglichen und Familien zu motivieren, diese auch in Anspruch zu nehmen. Denn, da waren sich die Teilnehmer einig, der beste und wirkungsvollste Schutz vor Überforderung von Eltern und daraus resultierender Gefährdung des körperlichen und seelischen Wohls von Kindern und Jugendlichen ist immer noch die Prävention.

V. i. S. d. P. Manuel Löffelholz, Pressesprecher