Seiteninhalt
06.05.2026

»Geschichte erzählen« - Ilm-Kreis lobt Wettbewerb für Schulen zum Anne-Frank-Tag 2026 aus

Anlässlich des 97. Geburtstages von Anne Frank am 12. Juni 2026 plant der Ilm-Kreis neben einer Plakatausstellung in Kooperation mit dem Anne Frank Zentrum einen kreativen Wettbewerb für weiterführende Schulen. Anmeldeschluss ist der 15. Mai 2026.

„Unter dem Motto „Geschichte erzählen“ laden wir Schülerinnen und Schüler ein, sich aktiv und kreativ mit dem Leben Anne Franks sowie mit den Themen Nationalsozialismus, Antisemitismus und Ausgrenzung auseinanderzusetzen“, erklärt Landrätin Petra Enders und betont: „Gerade in einer Zeit, in der Ausgrenzung und Antisemitismus wieder spürbar zunehmen, ist es wichtig, jungen Menschen Räume für Auseinandersetzung und eigenes Erzählen zu geben. Der Wettbewerb soll dazu ermutigen, Geschichte nicht nur zu lernen, sondern sie zu begreifen und in die eigene Lebenswelt zu übersetzen.“

Die begleitende kleine Ausstellung, welche die Biografie von Anne Frank vor dem Hintergrund des Nationalsozialismus und Holocaust mit Texten und Bildern thematisiert, bildet den inhaltlichen Rahmen für das Projekt und soll junge Menschen für historische Zusammenhänge sensibilisieren. Der Wettbewerb eröffnet darüber hinaus die Möglichkeit, eigene Perspektiven zu entwickeln und diese mit modernen Ausdrucksformen sichtbar zu machen.

Im Rahmen von Projektarbeiten können vielfältige Beiträge entstehen. Möglich sind unter anderem: Tagebuchtexte aus unterschiedlichen Perspektiven, Videotagebücher, künstlerische Visualisierungen von Zitaten aus Anne Franks Tagebuch, Podcasts, kurze Theatersequenzen oder andere kreative Formate.

„Uns ist wichtig, dass die Jugendlichen ihre eigenen Zugänge finden“, so die Landrätin weiter. „Ob geschrieben, gefilmt, gesprochen oder inszeniert – jede Form des Ausdrucks kann helfen, Empathie zu entwickeln und andere für dieses wichtige Thema zu sensibilisieren. Investitionen in die historische Bildung und in demokratische Werte sind Investitionen in unsere gemeinsame Zukunft.“

Die besten Projekte sollen im Rahmen einer Abschlussveranstaltung ausgezeichnet werden. Vorgesehen sind Preisgelder in Höhe von 300 Euro für den ersten Platz, 200 Euro für den zweiten Platz und 100 Euro für den dritten Platz. Finanziell unterstützt wird das Vorhaben durch die Sparkasse Arnstadt-Ilmenau. 

Ende Juni soll das Projekt im Rahmen einer Pressekonferenz der Landrätin vorgestellt werden.

Teilnahmeschluss

Interessierte von Schulen oder Jugendeinrichtungen werden gebeten, sich bis zum 15. Mai 2026 per E-Mail bei m.lanua@ilm-kreis.de anzumelden. Rückfragen können gern per Telefon gestellt werden: 03628 738-109.

V. i. S. d. P. Anke Roeder-Eckert, Büro Landrätin