Jetzt können die Ferien kommen: Ilm-Kreis führt Kinder- und Jugendticket zum 1. Juli ein
Zum 1. Juli 2026 führt der Ilm-Kreis ein Kinder- und Jugendticket zum Preis von 34 Euro auf Basis des Deutschlandtickets ein. Die Differenz von 29 Euro trägt der Ilm-Kreis aus Klimaschutzmitteln. Das Pilotprojekt ist vorerst bis zum Ende des Jahres befristet, eine Verlängerung ist – vorbehaltlich der Zustimmung des Kreistages – angedacht. „Damit haben ab sofort auch Schülerinnen und Schüler von staatlichen allgemeinbildenden Schulen sowie Schulen in freier Trägerschaft die Möglichkeit, mit dem Deutschlandticket unterwegs zu sein, die keinen gesetzlichen Anspruch auf Schülerbeförderung haben“, so Landrätin Petra Enders, die auf die Regelung verweist, die seit 2023 im Ilm-Kreis umgesetzt wird. Dort haben Schüler, deren Schulweg über 2 Kilometern (Grundschule) bzw. 3 Kilometern (weiterführende Schule) liegt, Anspruch auf Schülerbeförderung und das Deutschlandticket.
„Wichtig: Der Hauptwohnsitz der Schüler, egal ob sie an einer Grundschule oder weiterführenden Schule lernen, muss im Ilm-Kreis liegen. Das gilt nicht nur für Kinder, die an staatlichen Schulen ihren Hauptschul- bzw. Regelschulabschluss machen oder das Abitur erwerben, sondern auch für die Schüler an Schulen in freier Trägerschaft“, erklärt die Landrätin.
„Wir wollten gern auch Tickets für die anderen Schülerinnen und Schüler anbieten, damit sie Ausflüge machen, sich mit Freunden treffen, zum Sport fahren oder die Region erkunden. können“, so Landrätin Petra Enders. Sie betont: „Unser Ziel ist es, Kinder und Jugendliche zu ermuntern, den ÖPNV zu nutzen. Das ist nicht nur eine Entlastung fürs Klima, sondern auch für die Eltern und Großeltern, die nur zu oft Fahrten zum Sport, ins Freibad oder zu den Freunden übernehmen. Das Kinder- und Jugendticket ermöglicht es den Schülerinnen und Schülern, deutschlandweit mit Bus, Bahn oder Straßenbahn flexibel und unabhängig zu reisen. Sie können somit selbstständig Ausflüge planen und durchführen. Für die Jugendlichen ist Mobilität ein Ausdruck von Freiheit, das haben sie mir in persönlichen Gesprächen immer wieder gespiegelt. Deshalb ist es mir sehr wichtig, dieses Ticket auf den Weg zu bringen,“ so Landrätin Petra Enders.
„Kinder und Jugendliche können neue Orte entdecken, kulturelle und sportliche Veranstaltungen besuchen und ihre Mobilität erhöhen. Kinder, die den ÖPNV nutzen, erlangen frühzeitig ein gewisses Maß an Unabhängigkeit, entwickeln ein besseres Verständnis für das Verkehrsgeschehen und lernen, sich sicher im Straßenverkehr zu bewegen“, betont Landrätin Petra Enders, die sich herzlich bei den Mitarbeitern der IKV für die sehr schnelle Umsetzung bedankt.
Die Ausgabe des Kinder- und Jugendtickets erfolgt in den Servicecentern der IKV gegen Vorlage eines Antrages, der auf der Webseite der IKV unter Kinder- und Jugendticket heruntergeladen werden kann und in der Schule zu bestätigen ist. Zum Verfahren sind Informationsbriefe des Schulverwaltungsamtes an die Schulen gegangen.
Bei Fragen helfen aber auch gern die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der IKV in den Servicecentern in Arnstadt und Ilmenau weiter.
V. i. S. d. P. Anke Roeder-Eckert, Büro Landrätin